DFB-Star Amiri schildert Schlotterbeck-Beobachtung: „Er ist einfach leer“
Amiri über Schlotterbeck: „Er ist einfach leer“

Der Schock beim DFB-Team sitzt tief. Nach dem Einzug in die K.o.-Phase der Weltmeisterschaft dreht sich fast alles um den Ausfall von Nico Schlotterbeck. Der Innenverteidiger wird bei der WM nicht mehr eingreifen können. BILD hatte das WM-Aus exklusiv vermeldet. Schlotterbeck zog sich beim 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste einen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu.

Nadiem Amiri spricht über Schlotterbeck

Auch in der Mannschaft ist die Enttäuschung groß. Nadiem Amiri sagte am Montag auf der Pressekonferenz: „Es war im ersten Moment natürlich schockierend, weil Schlotti einfach ein brutal wichtiger Spieler für uns ist. Jeder in Deutschland und in ganz Europa kennt seine Qualitäten. Es tut uns weh, aber irgendwo ist es auch noch mehr Motivation, um es ganz weit zu bringen. Und dass er bleibt, zeugt ja auch davon, dass wir alle für die Mannschaft und für das große Ziel brennen. Das hat man auch beim Spiel in Toronto wieder gesehen.“

Amiri schilderte auch den Moment, in dem er von der Verletzung erfuhr. „Ich war gestern beim Physio, als ich es erfahren habe, er lag neben mir auf der Bank und ja – es ist ein ganz schwieriger Moment. Du weißt eigentlich nicht, was du ihm sagen sollst, weil du siehst, der ist einfach leer. Wir müssen einfach für ihn da sein. Ich glaube, Ruhe tut ihm aber auch gut. Wenn jetzt jeder hingeht und jeder sagt, hey, gute Besserung und bla bla bla, das ist auch nervig für ihn. Von daher, ich glaube, so ein gesunder Abstand, um ihn in Ruhe zu lassen, dass er es selbst erstmal verarbeitet, tut ihm ganz gut.“

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Amiri erklärt Kimmich-Szene

Amiri sprach zudem über eine Szene aus dem Spiel gegen die Elfenbeinküste. Nach einem Zweikampf blieb er am Boden liegen und wollte behandelt werden. Doch die DFB-Auswahl spielte weiter und drängte auf den Ausgleich. Von den TV-Kameras kaum eingefangen, im Stadion aber deutlich zu hören: Joshua Kimmich rief seinem Mitspieler zu: „Komm, steh auf.“

Auf die Szene angesprochen, sagte Amiri: „Wir kennen ja alle Jo. Er ist immer sehr, sehr motiviert. Ich fand es gut. Ich habe es natürlich gehört auf dem Platz. Die Stimme, die hört man. Ich hatte in dem Moment wirklich Schmerzen, weil es Knie auf Knie war. Und alle, die mal gespielt haben oder das erlebt haben, wissen, was für Schmerzen das sind. Aber sowas hilft mir dann auch, um einfach sofort aufzustehen und den Schmerz rauszulaufen. Von daher bin ich froh, dass wir so einen Kapitän wie Joshua haben.“

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