Batmaz setzt auf Schwartz: Preußens Hoffnungsträger soll Zweitliga-Klassenerhalt retten
Batmaz setzt auf Schwartz für Preußens Klassenerhalt

Batmaz setzt auf Schwartz: Preußens Hoffnungsträger soll Zweitliga-Klassenerhalt retten

Die Hoffnung stirbt zuletzt – und beim Zweitliga-Schlusslicht SC Preußen Münster hat sie jetzt ein neues Gesicht bekommen. So sieht es zumindest der verletzte Stürmer Malik „Batman“ Batmaz, der nach der Verpflichtung von Alois Schwartz als neuem Trainer wieder Zuversicht schöpft.

Routinier soll das Ruder herumreißen

Sieben Spieltage vor Saisonende haben die „Adlerträger“ den harten Schnitt gemacht und alle bisherigen Prinzipien über Bord geworfen. Vorbei ist die Schönspielerei, die unter Ex-Coach Alexander Ende anfangs funktionierte, sich im Laufe der Meisterschaftsrunde aber immer weniger durchsetzte und schließlich völlig totlief.

Mit Alois Schwartz sitzt nun ein erfahrener Routinier auf der Bank, der über 222 Zweitliga-Einsätze verfügt. Sein Auftrag ist klar: Die Defensive stärken und über Kampf sowie Leidenschaft den dringend benötigten Erfolg bringen, um den drohenden Abstieg abzuwenden.

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Batmaz ist überzeugt: „Dafür steht er, das kann er hinkriegen.“ Der 26-jährige Stürmer muss es wissen, denn er ist der einzige im fast 30-köpfigen Preußen-Kader, der bereits mit Schwartz zusammengearbeitet hat.

Gemeinsame Vergangenheit in Karlsruhe

Mehr noch: Unter Schwartz feierte Batmaz bei seinem früheren Verein Karlsruher SC sogar sein Profi-Debüt. „Als U19-Junior habe ich damals unter der Woche mit der ersten Mannschaft des KSC trainieren dürfen“, erinnert sich der Offensivspieler. „Im DFB-Pokal gegen Hannover hat er mir dann eine erste Chance gegeben. Anschließend habe ich noch drei weitere Einsätze gegen Kaiserslautern, Lotte und Halle bekommen.“

Das war im Jahr 2019, als Schwartz – ausgerechnet durch einen 4:1-Erfolg am vorletzten Spieltag an der Hammer Straße in Münster – mit den Badenern den Aufstieg in die 2. Bundesliga schaffte. Jetzt lautet sein Auftrag genau umgekehrt: Mit Preußen den Verbleib in genau dieser Liga zu sichern.

Schwierige Ausgangslage

Was angesichts des Abwärtstrends mit nur einem Sieg aus den vergangenen 13 Partien ziemlich schwierig werden dürfte. Doch Batmaz glaubt an den neuen Trainer. Natürlich auch im eigenen Interesse, denn der Stürmer war vor zwei Jahren maßgeblich an Münsters Zweitliga-Rückkehr beteiligt.

Durch zwei Kreuzbandrisse in unmittelbarer Folge konnte er dort bislang kaum Fuß fassen. Umso wichtiger ist für ihn, dass die „Schwarz-Weiß-Grünen“ in der Liga bleiben. Batmaz, der einen Vertrag bis 2027 hat und einen Marktwert von 500.000 Euro besitzt, träumt davon, in der kommenden Spielzeit nach vollständiger Genesung im Sommer seine Qualitäten in der 2. Liga zeigen zu können.

Schwartz‘ Trainingsphilosophie

Was Batmaz an seinem ehemaligen Trainer besonders schätzt: „Er ist flexibel, setzt meist auf ein 4-4-2-System. Kann aber auch Fünferkette spielen. Vor allem – Schwartz dreht alles auf null, stellt die Mannschaft nach Trainingsleistung auf. Wer nicht Vollgas gibt, wird's bei ihm schwer haben.“

Bitter für „Batman“ ist, dass er selbst nicht mehr als durch Daumendrücken zum Erfolg beitragen kann. Doch der flinke Stürmer, der im Mai und Juni eine Vollzeit-Reha im Schalker „Medicos“ plant, hat sein Schicksal inzwischen akzeptiert.

Persönliche Perspektiven

„Klar tut's weh, fast zwei lange Jahre auszufallen“, gibt Batmaz zu. „Andererseits bin ich in dieser Zeit auch glücklicher Papa geworden. Unsere kleine Familie fühlt sich in Münster unglaublich wohl. Meine Frau und ich können uns sogar gut vorstellen, hier dauerhaft Wurzeln zu schlagen.“

Schön wäre es deshalb für ihn, wenn er sich in der kommenden Saison endlich wieder mit einigen Toren für die Fortsetzung seiner Laufbahn bei Preußen empfehlen könnte. Am liebsten in der 2. Liga – falls „Hoffnungsträger“ Schwartz das Ruder noch rechtzeitig herumreißen kann.

Sieben Spiele bleiben dem neuen Trainer, um die Preußen vor dem Abstieg zu bewahren. Die Mannschaft steht vor ihrer vielleicht wichtigsten Aufgabe der Saison, und alle Blicke richten sich auf den erfahrenen Coach, der schon einmal bewiesen hat, dass er unter Druck erfolgreich arbeiten kann.

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