Baumann bleibt optimistisch: Niederlage als Entwicklungschance für Hoffenheim
Innerhalb von nur vierzehn Tagen musste die TSG Hoffenheim zwei sportliche Rückschläge hinnehmen. Nach einem enttäuschenden Unentschieden gegen den Abstiegskandidaten Köln folgte nun eine 0:1-Heimniederlage gegen den FC St. Pauli. Torhüter Oliver Baumann sieht darin jedoch keinen beginnenden Negativtrend, sondern vielmehr eine wichtige Lektion für das gesamte Team.
„Der Weg stimmt“ – Baumanns klare Botschaft nach der Niederlage
„Nein, überhaupt nicht“, antwortete Oliver Baumann ohne Zögern auf die Frage, ob er sich nach nur einem Punkt aus den beiden letzten Partien Sorgen mache. Mit Nachdruck in der Stimme betonte der erfahrene Schlussmann: „Der Weg stimmt.“ Auch die Leistung gegen die Kiezkicker aus Hamburg sei grundsätzlich „gut“ gewesen. „Aber es haben ein paar Prozent gefehlt“, räumte Baumann ein. „Vielleicht ist es gar nicht schlecht für die Entwicklung und zum Schärfen der Sinne.“
Die Kraichgauer hatten zuvor eine beeindruckende Serie von acht Siegen in Folge hingelegt und waren 148 Tage lang im eigenen Stadion unbesiegt geblieben. Diese Serie ist nun beendet, doch Baumann sieht keinen Grund zur Panik. „Was kann ich meiner Truppe vorwerfen, außer dass wir einmal nicht richtig aufpassen und vorne nicht effizient genug waren?“, fragte der Torhüter rhetorisch.
Champions-League-Kurs bleibt trotz Rückschlag erhalten
Gegen St. Pauli scheiterte die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer mehrfach am überragenden gegnerischen Torhüter Nikola Vasilj. Den entscheidenden Treffer erzielte Mathias Pereira Lage in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit (45.+4). Trotz dieser Niederlage behält die TSG Hoffenheim als Tabellendritter weiterhin den direkten Champions-League-Kurs bei.
Mittelfeldspieler Grischa Prömel zeigte sich ebenfalls unbeeindruckt von der aktuellen Tabellenposition. „Das interessiert mich jetzt nicht“, erklärte er. „Wir wissen, dass erst am Ende abgerechnet wird.“ Prömel betonte die Bedeutung der kommenden Wochen: „Im Februar und März muss man dranbleiben, um dann in Reichweite zu sein, wenn es in die entscheidende Phase geht.“
Baumann unterstrich abschließend die Kontinuität, die das Team brauche: „Wir müssen von Spiel zu Spiel schauen und auf dem Weg bleiben, auf dem wir sind. Weil dieser Weg gut und richtig ist.“ Die beiden Rückschläge innerhalb kurzer Zeit sollen somit nicht als Trendwende, sondern als wertvolle Erfahrung für die weitere Saisonentwicklung verstanden werden.



