Belgien hat das WM-Achtelfinale gegen die USA mit 4:1 gewonnen und damit für das Aus des Co-Gastgebers gesorgt. Nach dem Spiel provozierten die Belgier US-Präsident Donald Trump und die Fifa in den sozialen Medien mit deutlichen Botschaften.
Offizieller Post: „Nehmt das mal zurück“
Der offizielle Account der belgischen Nationalmannschaft postete auf X ein Jubel-Foto von Romelu Lukaku, der in der Nachspielzeit das 4:1 erzielte. Dazu schrieben die „Belgian Red Devils“: „Overturn this“ (zu Deutsch: Nehmt das mal zurück). Kurz darauf folgte ein weiterer Post mit der Nachricht „Viertelfinale ruft“, begleitet von einem Telefon-Emoji – eine klare Anspielung auf Trump.
Hintergrund: Trumps Einmischung in die Balogun-Sperre
Der US-Präsident hatte zuvor bei Fifa-Boss Gianni Infantino angerufen, um die Rote Karte für US-Stürmer Folarin Balogun zu überprüfen. Die Fifa hob die Sperre daraufhin auf, legte sie zur Bewährung aus und lehnte einen Einspruch Belgiens ab. Balogun durfte im Achtelfinale spielen, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.
Spieler und Angehörige äußern sich
Der frühere BVB-Profi Thomas Meunier, der nicht zum Einsatz kam, postete auf Instagram ein Foto des Fifa-WM-Badges mit der Unterschrift: „USA 1 - 4 Belgien. Sieg der Integrität.“ Auch Francesca Brienza, die Frau von Belgiens Nationaltrainer Rudi Garcia, teilte gegen Trump und Infantino aus. Auf Italienisch schrieb sie: „Karma e sangue freddo“ – übersetzt: „Karma und Gelassenheit“.
Der zweifache Tor-Vorbereiter Nicolas Raskin verriet: „Die Balogun-Affäre hat uns zusätzlich motiviert.“ Real-Keeper Thibaut Courtois meinte: „Ich habe das gelesen und musste darüber lachen. Ich verstehe, dass sie Amerika pushen wollen, aber heute war ich mir sicherer, dass wir gewinnen würden, als gegen Senegal, das eine bessere Mannschaft hat als die USA.“



