Pokalheld Boenisch analysiert Werder: Verein steht da, wo er hingehört
Boenisch: Werder steht da, wo er hingehört

Werder Bremens Pokalheld spricht Klartext über die Krise

Nach der enttäuschenden Niederlage gegen Mainz steht Werder Bremen beim bevorstehenden Auswärtsspiel in Wolfsburg unter erheblichem Druck. Der Verein befindet sich im Tabellenkeller der Bundesliga, und ein ehemaliger Starspieler hat nun eine schonungslose Analyse der Situation vorgelegt.

Sebastian Boenisch mit deutlichen Worten

Sebastian Boenisch, der 39-jährige Werder-Pokalheld und U-21-Europameister von 2009, hat in der Freitagsausgabe von Stammplatz, dem täglichen Fußball-Podcast von BILD, klare Worte gefunden. „Ich schaue sogar mit anderthalb Augen nach Bremen, weil der Verein mir einfach am Herzen liegt, weil ich da auch meine erfolgreichste Zeit hatte“, gesteht der frühere Linksverteidiger, der heute in Wien lebt.

Seine Sorge gilt insbesondere dem anstehenden Spiel in Wolfsburg: „Das ist wirklich ein Spiel, was mir extreme Kopfschmerzen bereitet. Erfahrungsgemäß weiß ich auch, dass es trotz allem in Wolfsburg nicht immer einfach ist zu spielen.“ Obwohl er ein 2:1 für Werder Bremen vorhersagt, betont er, dass dies mehr aus Hoffnung als aus Überzeugung geschieht.

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Harte Kritik an Kaderqualität und Planung

Boenischs Gesamturteil fällt noch deutlicher aus: „Der Kader ist einfach auch dementsprechend von der Qualität, wo sie auch gerade stehen. Deswegen sage ich, ist das auch kein Zufall.“ Der ehemalige polnische Nationalspieler, der 14 Länderspiele absolvierte, sieht Werder Bremen also genau dort, wo Leistung und langfristige Planung den Verein hingeführt haben – im unteren Tabellenbereich.

Besonders im Fokus seiner Kritik steht Sportchef Clemens Fritz, mit dem Boenisch früher zusammenspielte. „Ich glaube, dass er so bisschen auch das Aushängeschild ist, dass er natürlich in die Verantwortung gedrückt wird. Ob er dann immer die Verantwortung selber trägt, ist die andere Frage“, so Boenisch. Damit deutet er an, dass Fritz zwar den öffentlichen Druck abbekommt, die eigentlichen Probleme jedoch tiefer liegen – etwa im Scouting, der Transferpolitik oder beim Aufsichtsrat.

Weitere Themen im aktuellen Podcast

In der gleichen Folge des Stammplatz-Podcasts wurden noch weitere relevante Fußballthemen behandelt:

  • Julian Nagelsmann hat den Kader für die kommenden Länderspiele nominiert
  • Mainz und Freiburg erreichen die nächste Runde in den europäischen Wettbewerben
  • Eine ausführliche Vorschau auf den 27. Spieltag in der Bundesliga

Stammplatz ist der tägliche Fußball-Podcast von BILD, in dem Reporter direkt aus den Stadien, von Trainingsplätzen und aus den Kabinen berichten. Die Moderatoren bieten Einblicke und Hintergründe aus erster Hand für alle Fußballfans.

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