Die Berliner BR Volleys haben auf dem Weg zur 16. deutschen Volleyball-Meisterschaft die erste Hürde erfolgreich genommen. Der Titelverteidiger aus der Hauptstadt gewann am Mittwochabend beim Hauptrunden-Ersten und Pokalsieger SVG Lüneburg mit 3:1 und tankte damit reichlich Selbstvertrauen für die weiteren Begegnungen der Finalserie. Das zweite Spiel der „Best of Five“-Serie steigt am Samstag um 18:00 Uhr in der Max-Schmeling-Halle. Für den Titelgewinn sind drei Siege notwendig.
Trainer Steuerwald mit klarem Plan
„Wir sind mit einem klaren Plan ins Spiel gegangen“, lobte Volleys-Trainer Markus Steuerwald. Der 37-Jährige hatte erst knapp eine Woche vor dem Auftakt der Finalserie die Verantwortung an der Seitenlinie übernommen, nachdem der bisherige Chefcoach Alexandre Leal den Verein verlassen hatte. Trotz der kurzen Vorbereitungszeit zeigte sich das Team gut eingestellt.
Volleys finden im Saisonfinale zur Bestform
Nach dem Aus in der Champions League, dem Scheitern im Viertelfinale des CEV-Pokals, der Niederlage im Pokal-Halbfinale und einem schwachen Auftakt in der Liga hatte es im Lager der Volleys einige Bedenken gegeben. Doch in der entscheidenden Phase des Saisonfinales präsentiert sich die Mannschaft von der Spree wieder von ihrer besten Seite. Vor 3.200 Zuschauern in der ausverkauften LKH-Arena waren es vor allem Jake Hanes und Florian Krage-Brewitz, die den Unterschied ausmachten. Der amerikanische Diagonalangreifer Hanes erzielte bei vier Assen insgesamt 26 Punkte, während Krage-Brewitz als bester Spieler der Partie ausgezeichnet wurde. „Von der Konzentration her war ich mir nicht sicher, ob wir das heute so an den Tag legen können“, gestand der Mittelblocker, der von 2016 bis 2021 für Lüneburg gespielt hatte: „Aber Fakt ist: Wir haben es geschafft.“
Nächstes Spiel ist das wichtigste
Durch den Auswärtssieg haben die Volleys das Momentum auf ihre Seite gezogen. Doch Geschäftsführer Kaweh Niroomand weiß, dass der Weg zur zehnten Meisterschaft noch weit ist. „Ich habe in all den Jahren einige Playoff-Serien erlebt, und wenn es ein Gesetz gibt: Das nächste Spiel ist das wichtigste. Niemand braucht weiterdenken“, sagte der 73-Jährige. Die Berliner wollen nun am Samstag vor heimischem Publikum nachlegen und einen weiteren Schritt in Richtung Titel machen.



