Brekalo mit rechts und links: Hertha BSC zeigt Reaktion gegen Nürnberg
Neuzugang Josip Brekalo hat Hertha BSC mit einem Doppelpack zum 2:1-Heimsieg gegen den 1. FC Nürnberg geschossen und damit die Fans nach der 2:5-Niederlage in Paderborn milde gestimmt. Der 27-jährige Kroate traf erst mit links, dann mit rechts und zeigte damit seine Vielseitigkeit im Angriff. Trotz dieses Erfolgs bleibt der Aufstieg in die Bundesliga für die Berliner kaum noch möglich, was Geschäftsführer Peter Görlich zu Ankündigungen von Veränderungen veranlasst.
Brekalos beeindruckende Leistung und Zitate
Josip Brekalo, der erst seit einem Monat für Hertha spielt, erzielte bereits sein drittes Tor in vier Spielen. Nach dem Match erklärte er: „Ich bin natürlich sehr glücklich. Ich hoffe, dass wir jetzt etwas aufbauen können mit diesem Sieg. Wir müssen uns aufs nächste Spiel jetzt konzentrieren. Dann wieder drei Punkte holen und dann mal schauen.“ Sein präziser Flachschuss in der 26. Minute brachte Hertha in Führung, und ein weiterer Treffer in der 88. Minute sicherte den Sieg. Brekalo betonte: „Egal wie, Hauptsache wir gewinnen das Spiel.“
Trainer Leitl erleichtert über die Reaktion
Trainer Stefan Leitl zeigte sich sichtlich erleichtert über die Leistung seiner Mannschaft. „Kompliment an die Jungs, weil wir schon einen Rucksack hatten. Die Woche war nicht ganz so einfach für uns“, berichtete der 48-Jährige. Hertha hatte mit fünf Änderungen in der Startelf das Duell dominiert, aber zunächst kaum Torchancen erspielt. Nürnberg glich kurz vor der Pause durch Tom Baack aus, bevor Brekalo den Siegtreffer erzielte.
Görlich kündigt Veränderungen im Gesamtsystem an
Geschäftsführer Peter Görlich kündigte bei Sky an, dass es nach der enttäuschenden Saison Veränderungen geben wird. „Natürlich wird es nach so einer Saison Veränderungen geben im Gesamtsystem. Es ist nicht so, dass ich das auf eine einzelne Person fokussieren möchte. Sondern wir müssen uns als Gesamtorganisation hinterfragen: Sind wir in der Lage, mit diesen großen Zielen umzugehen? Das ist nicht nur eine Person“, stellte Görlich klar. Er hatte zu Saisonbeginn den Aufstieg als Ziel ausgegeben, musste dieses jedoch bereits im Februar ad acta legen.
Tabellensituation und Ausblick
Der Sieg ändert wenig an der Tabellensituation: Hertha BSC wird im Aufstiegsrennen keine maßgebliche Rolle mehr spielen, während der Vorsprung auf die Abstiegsplätze komfortabel bleibt. Auf die Frage, ob Sportdirektor Benjamin Weber noch den Kader für die kommende Saison plant, erklärte Görlich: „Das ist keine kurze Antwort, weil wir bereits seit September in der Kaderplanung sind für den nächsten Sommer.“ Die Mannschaft muss sich nun auf die verbleibenden Spiele konzentrieren, um die Saison positiv abzuschließen.



