WM 2026: Künstler verwandelt Bushaltestelle in Fußball-Altar
In Argentinien trägt die Liebe zum Fußball fast schon religiöse Züge. Nun hat ein Maler eine Wallfahrtsstätte für das schöne Spiel in einer heruntergekommenen Haltestelle eingerichtet. Pünktlich zum Start der WM hat der Künstler Ariel Bertolotti eine Bushaltestelle in seinem Heimatort in einen Fußball-Altar verwandelt. Er bemalte das Häuschen an der Landstraße 33 in Firmat in der Provinz Santa Fe unter anderem mit den argentinischen Fußballikonen Lionel Messi und Diego Maradona.
Ein Altar für San Fulbo
Im Inneren der sportlichen Wallfahrtsstätte für San Fulbo – „Fulbo“ ist in Argentinien ein umgangssprachlicher Begriff für Fußball – ist zudem ein Heiligenbild der „Maria der Strafstöße“ zu sehen. „Die Idee war, etwas gemeinsam zu machen“, sagte Bertolotti. „Der Fußball ist, was uns am meisten verbindet.“ Der Künstler lud die Menschen aus der rund 100 Kilometer südwestlich von Messis Heimatstadt Rosario gelegenen Ortschaft ein, die Bushaltestelle weiter zu bemalen und Texte oder Bilder ins Innere des Häuschens zu kleben. „Ich rufe die Bevölkerung auf, sich zu beteiligen“, so Bertolotti.
Bereits frühere Fußball-Kunstwerke
Bereits vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2022 in Katar hatte der Künstler Medienberichten zufolge ein Wandgemälde zu Ehren des früheren argentinischen Verteidigers Walter Samuel angefertigt. In seinen Werken beschäftigt sich Bertolotti vor allem mit Fußball und Musik. Die Bushaltestelle ist nun ein weiteres Beispiel seiner kreativen Verbindung von Kunst und Sport.



