BVB jagt Laserpointer-Randalierer: Drohendes Stadionverbot und strafrechtliche Konsequenzen
BVB jagt Laserpointer-Randalierer nach Spiel gegen Augsburg

BVB jagt Laserpointer-Randalierer nach Spiel gegen Augsburg

Beim 2:0-Heimsieg des BVB gegen den FC Augsburg am vergangenen Samstag kam es zu unschönen Szenen. Während der zweiten Halbzeit war mehrfach ein grelles, grünes Licht auf dem Spielfeld zu beobachten, das gezielt Spieler traf und das Spielgeschehen beeinträchtigte.

Der Vorfall im Detail

Verantwortlich für die Störung war ein vermeintlicher Dortmund-Fan im Oberrang der Ost-Tribüne. Der erwachsene Mann, erkennbar an BVB-Spieltagsschal, schwarzem Pepitahut und gelbem Oberteil unter dunklem Mantel, saß auf einer Treppe in der Nähe eines Ausgangs. Von dort aus setzte er minutenlang seinen Laserpointer ein, bevor er flüchtete, als Ordner auf ihn aufmerksam wurden.

Besonders betroffen waren Spieler wie Karim Adeyemi, der während eines Konterlaufs in der 83. Minute geblendet wurde, sowie Julian Ryerson bei mehreren Eckstößen. Solche Vorfälle sind bei Sportveranstaltungen leider keine Seltenheit, doch diesmal könnte der Übeltäter zur Rechenschaft gezogen werden.

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Konsequenzen für den Täter

Der BVB hat umgehend reagiert und verfolgt den Laserpointer-Randalierer nun aktiv. Wie der Verein auf Nachfrage mitteilte, werden Fotos und Videoaufnahmen ausgewertet, um den Mann zu identifizieren. Der Einsatz von Punktstrahlern ist in Fußballstadien strikt verboten und stellt einen massiven Eingriff ins Spielgeschehen dar.

Dem Täter drohen daher ernste Konsequenzen: Neben einem wahrscheinlichen Stadionverbot könnten auch strafrechtliche Maßnahmen folgen. Der Vorfall wurde bereits im offiziellen Spielbericht unter „besondere Vorkommnisse“ vermerkt.

Gefahren von Laserpointern

Laserpointer werden im juristischen Kontext oft als gefährliche Körperverletzung gewertet. Die intensive Blendwirkung der grünen Strahler kann zu Augenverletzungen führen und sorgt bei Fußballspielen regelmäßig für Irritationen bei Torhütern und Angreifern.

Ein bekanntes Beispiel aus der jüngeren Vergangenheit: 2022 wurde Ägyptens Nationalspieler Mo Salah während eines entscheidenden Elfmeterschießens von Dutzenden Laserpointern gestört. Drei von vier Schützen vergaben ihren Strafstoß – Ägypten verpasste dadurch die Weltmeisterschaft in Katar.

Rechtliche Konsequenzen

Wie rigoros der Missbrauch von Laserpointern geahndet wird, zeigt ein aktuelles Urteil aus Hamburg. Erst vergangene Woche verurteilte das Amtsgericht Hamburg-Harburg einen 51-jährigen Mann zu sieben Monaten Haft auf Bewährung. Der Angeklagte hatte 2024 am Rande einer Bauerndemonstration den Piloten eines Polizeihubschraubers geblendet. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der Mann billigend in Kauf nahm, die Crew zu verletzen.

Der BVB zeigt mit seiner konsequenten Verfolgung des Laserpointer-Täters, dass solche Störaktionen nicht toleriert werden. Die Sicherheit von Spielern und Zuschauern hat oberste Priorität, und der Verein setzt ein deutliches Zeichen gegen jegliche Form von Randalierertum im Stadion.

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