Mit Tränen in den Augen und tosendem Applaus verabschiedete sich Alexandra Popp am Sonntag nach 14 Jahren vom VfL Wolfsburg. Die 35-jährige Stürmerin wurde in der 58. Minute des letzten Saisonspiels gegen den 1. FC Nürnberg ausgewechselt, während Mitspielerinnen und Gegnerinnen Spalier standen. Zuvor hatte sie ihre Mannschaft mit einem Doppelpack (13. und 40. Minute) zum 3:1-Sieg geführt.
„Der letzte Schritt, dann ist es vorbei“, sagte Popp nach dem Spiel im ZDF. „Ich bin hier erwachsen geworden, als Persönlichkeit und Spielerin gewachsen – das geht nicht spurlos an einem vorbei.“ Bei ihrer Auswechslung umarmte sie unter Tränen Svenja Huth und übergab ihr die Kapitänsbinde. Auf der Bank ließ sie sich wenig später ein Bier reichen.
Die Fans hatten Popp vor der Partie mit einer riesigen Choreografie geehrt, die sie als überlebensgroße Figur mit dem DFB-Pokal zeigte. Banner trugen die Aufschrift „Fußballgöttin“. Bereits bei der offiziellen Verabschiedung vor Spielbeginn hatte Popp mit den Tränen gekämpft, ebenso wie drei Tage zuvor nach dem DFB-Pokal-Finale gegen Bayern München.
Popp wechselt nach 14 Jahren beim VfL zu ihrem Herzensverein Borussia Dortmund, der in der Regionalliga West spielt. Sie verlässt Wolfsburg mit zwei Champions-League-Titeln, sieben Meisterschaften und elf Pokaltriumphen. Neben ihr wurden auch Lineth Beerensteyn, Vivien Endemann und Sportdirektor Ralf Kellermann verabschiedet, der ebenfalls zum BVB geht.



