In einer Patchworkfamilie ist der Ex-Partner als leiblicher Elternteil der Kinder oft präsent, auch wenn er nicht physisch anwesend ist. Dies kann sich bedrohlich anfühlen, da der Ex-Partner für die Kinder meist wichtiger bleibt als der neue Partner. Doch mit zwei Grundsätzen wird der Umgang leichter, so Patchworkberaterin Katharina Grünewald: „Der Ex-Partner ist nicht Ihr Gegner. Und halten Sie sich unbedingt aus eventuellen Rosenkriegen raus.“
Offenkundige Abwertungen oder der Versuch, Bündnisse mit den Kindern gegen den anderen Elternteil zu schmieden, sind laut Grünewald „Patchwork-Gift“ und gefährden die kindliche Entwicklung. Kinder könnten ihre Gefühle aufspalten und ihre Wut auf den neuen Partner entladen.
Die Psychologin rät: „Bleiben Sie dem Ex-Partner gegenüber stets distanziert und respektvoll. Überlassen Sie wichtige Entscheidungen und Erziehungsfragen immer den leiblichen Eltern.“ Zudem empfiehlt sie, sich bewusst zu machen, dass der Weg zu einer harmonischen Patchworkfamilie Ablehnung, Geduld und das Akzeptieren von Enttäuschungen erfordert.



