Cottbus patzt im Aufstiegskampf: 1:1 gegen Ulm
Der FC Energie Cottbus hat im Aufstiegsrennen der 3. Fußball-Liga erneut einen Rückschlag erlitten und muss nun um den begehrten Aufstiegsplatz zittern. Im heimischen Energie-Stadion mussten sich die Lausitzer vor 12.043 Zuschauern mit einem 1:1 (0:1) gegen den SSV Ulm begnügen. Trainer Claus-Dieter Wollitz und seine Mannschaft verpassten damit eine wichtige Gelegenheit, ihre Position im oberen Tabellenbereich zu festigen.
Fehlerhafte erste Halbzeit und mangelnde Durchschlagskraft
Nach der deutlichen 1:4-Niederlage in Aachen agierte die Cottbuser Mannschaft in der ersten Halbzeit auffallend fehlerhaft und unsicher. Speziell nach dem frühen Gegentreffer durch Ulms Leon Dajaku in der 21. Minute wirkte das Team von Claus-Dieter Wollitz verunsichert und konnte lange Zeit keine überzeugende Offensivleistung zeigen. In der Offensive fehlte über weite Strecken die notwendige Durchschlagskraft, um die Ulmer Fünferkette effektiv zu bezwingen.
Als Erik Engelhardt in der 40. Minute eine vielversprechende Ausgleichschance auf dem Fuß hatte, rettete Ulms Verteidiger Niko Vukancic in höchster Not für seine Mannschaft. Energie Cottbus stellte zwar früh im Spiel um und erhöhte den Druck, doch die entscheidende Lücke blieb zunächst verschlossen.
Späte Reaktion und ungenutzte Chancen
Erst 20 Minuten vor Spielende setzten die Cottbuser alles auf eine Karte und wurden mit dem verdienten Ausgleich durch Erik Engelhardts Kopfball in der 77. Minute belohnt. Danach warf Energie viel nach vorn und suchte verzweifelt nach dem Siegtor, doch über das knappe Remis kam die Mannschaft trotz großer Anstrengungen nicht hinaus.
Mit diesem Ergebnis verteidigt Cottbus zwar vorerst den zweiten Tabellenplatz, doch die Konkurrenz schläft nicht. An diesem Spieltag könnten noch drei Teams – Essen, Verl und Duisburg – an den Lausitzern vorbeiziehen und die Aufstiegsambitionen weiter gefährden.
Nächste Herausforderungen für Energie Cottbus
Für den FC Energie Cottbus geht es nun zunächst im Halbfinale des brandenburgischen Landespokals weiter. Am kommenden Samstag tritt die Mannschaft beim BSC Preußen Blankenfelde-Mahlow aus der sechstklassigen Brandenburgliga an. Diese Begegnung bietet die Chance, das Selbstvertrauen vor dem nächsten wichtigen Ligaspiel zurückzugewinnen.
In der 3. Liga steht danach das anspruchsvolle Auswärtsspiel beim Abstiegskandidaten TSV Havelse auf dem Programm. Für Trainer Claus-Dieter Wollitz und seine Spieler wird es entscheidend sein, aus den aktuellen Schwächen zu lernen und die fehlende Konstanz in den kommenden Begegnungen zu finden, um die Aufstiegsträume nicht platzen zu lassen.



