England hat sich in einem dramatischen WM-Achtelfinale gegen Mexiko mit 3:2 durchgesetzt. Ein entscheidender Faktor war der Abwehrspieler Dan Burn, der in der 75. Minute eingewechselt wurde und in nur 28 Minuten einen WM-Rekord aufstellte.
Rekord in Rekordzeit
Der 34-jährige Innenverteidiger von Newcastle United, der 2,01 Meter groß ist, kam in der 75. Minute für Elliott Anderson ins Spiel. In der verbleibenden Zeit inklusive Nachspielzeit gelangen ihm sechs klärende Aktionen und zwei wichtige Blocks. Laut Opta, das seit 1966 detaillierte Daten erfasst, hat kein Spieler, der so spät eingewechselt wurde, jemals mehr Klärungsaktionen in einem WM-Spiel erreicht. Dies ist ein neuer Rekord.
Druckphase nach Platzverweis
England geriet nach der Roten Karte für Jarrell Quansah in der 54. Minute in Unterzahl. Raúl Jiménez verkürzte per Elfmeter in der 69. Minute auf 2:3, und Mexiko drängte auf den Ausgleich. Trainer Thomas Tuchel brachte Burn, um die Abwehr zu stabilisieren. Burn sagte: „Ich wusste, dass ich aus einem bestimmten Grund mit zur WM genommen wurde. Ich würde wahrscheinlich nicht von Anfang an spielen, aber es würde Situationen geben, in denen ich gebraucht werde – sei es, um eine Führung über die Zeit zu bringen oder vielleicht noch ein Tor zu erzwingen.“
Tuchels Anweisungen
Vor der Einwechslung erklärte Tuchel Burn, was er von ihm erwarte. Burn berichtete: „Er hat mir einfach erklärt, was er von mir erwartet. Er weiß, wie groß ich bin. Es ging darum, Bälle zu blocken, Flanken zu verteidigen und mich einfach durchzubeißen.“ Burn erfüllte diese Mission eindrucksvoll und trug maßgeblich zum Sieg bei.
Vom Amateur zum WM-Helden
Dass Burn überhaupt im englischen WM-Kader steht, sorgte vor wenigen Monaten für Diskussionen. Als Jugendlicher wurde er von seinem Herzensverein Newcastle aussortiert und spielte mit 18 im Amateurfußball für Darlington, während er nebenbei in einem Supermarkt arbeitete. Über Stationen bei Fulham, Birmingham, Wigan und Brighton kämpfte er sich nach oben, bevor er 2022 zu Newcastle zurückkehrte. Seitdem spielte er sich ins Herz von Tuchel – und nun auch in die Herzen der englischen Fans.



