Deniz Undav ist der neue Held der deutschen Nationalmannschaft. Der 29-Jährige erzielte nach seiner Einwechslung in der 60. Minute einen Doppelpack zum 2:1-Sieg gegen die Elfenbeinküste und schoss das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann in die K.o.-Runde. „Beim ersten Tor hat Deniz ein super Timing. Den macht er unfassbar gut, der ist unheimlich schwer. Das zweite ist ein klassischer Deniz Undav. Der Kontakt ist Wahnsinn“, lobte Nagelsmann.
Vom Maschinenführer zum WM-Helden
Undav wurde in Varel (Niedersachsen) geboren, seine Mutter stammt aus Syrien, sein Vater ist Kurde. Um die Familie zu ernähren, betrieb sein Vater eine Pizzeria. Deniz machte eine Ausbildung zum Maschinenführer, bevor er seine Karriere als Profifußballer startete. Seine Tore bejubelt er oft mit dem kurdischen Halay-Tanz.
Seit seinem Wechsel 2023 von Brighton zum VfB Stuttgart ist Undav ein Publikumsliebling. Er lebt mit seiner Frau Tanja und der gemeinsamen Tochter in einem Haus im Stuttgarter Speckgürtel. Mit seinem Mercedes GLS benötigt er etwa eine halbe Stunde zum Training. Früher besaß er einen Rolls-Royce Cullinan im Wert von 400.000 Euro.
Social Media und Vorbilder
Auf Instagram hat Undav knapp 900.000 Follower, gibt aber nur selten private Einblicke. Meist postet er Fotos von VfB-Spielen oder DFB-Reisen. Zunächst verweigerte er Social Media, erst nachdem er sich als Stuttgarter Publikumsliebling etabliert hatte, meldete er sich an. Sein Musikgeschmack: Hip-Hop. Seinen Torjubel, bei dem er die Arme beugt und den Bizeps anspannt, basiert auf dem Song „Champion“ von Deutsch-Rapper Luciano. Sein Vorbild ist Basketballer LeBron James, Undav ist bekennender NBA-Fan und liebt die Teams Philadelphia 76ers und Los Angeles Lakers.
Zukunftspläne und WM-Finale
Undav verlängerte seinen Vertrag beim VfB Stuttgart bis 2029 (plus Option). Nach seiner Karriere möchte er Trainer werden. „Die Jungs scherzen schon, dass ich der Co-Trainer von Sebastian Hoeneß werde“, sagte Undav im BILD-Interview. Am 19. Juli wird er 30 Jahre alt – der Tag des WM-Finales. Ob er dann selbst auf dem Platz steht, bleibt abzuwarten. Zunächst hofft er auf einen Startelfeinsatz im letzten Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag.



