Die deutsche Nationalmannschaft hat am Donnerstag in East Rutherford, New Jersey, ein Testspiel gegen Ecuador mit 1:2 verloren. Die Niederlage offenbarte Schwächen im Team und dient als eindringliche Warnung vor zu viel Leichtigkeit vor der Weltmeisterschaft.
Historische Parallele zu 1994
Es ist eine verblüffende historische Parallele: Bereits 1994 verlor die deutsche Nationalmannschaft in East Rutherford ein WM-Spiel gegen Bulgarien mit 1:2 nach 1:0-Führung. Damals schied der Titelverteidiger im Viertelfinale aus. Auch diesmal führte Deutschland früh durch ein Tor von Niclas Füllkrug (1.), doch Ecuador drehte die Partie durch Treffer von Pervis Estupiñán (35.) und einem entscheidenden Tor, bei dem Torhüter Manuel Neuer nicht gut aussah.
Folgenloser Sieg der Gruppe
Anders als 1994 hatte die Niederlage für die DFB-Elf keine unmittelbaren Konsequenzen: Den Gruppensieg hatte Deutschland bereits vor dem letzten Vorrundenspiel sicher. Dennoch war die Partie ein ernüchternder Dämpfer nach zuvor elf Siegen in Folge. Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zunächst seine vermeintliche Stammelf aufgeboten, um dann im Laufe des Spiels zu rotieren und auch Reservisten Einsatzzeit zu geben.
Mahnung zur Ernsthaftigkeit
Die Niederlage gegen Ecuador zeigte, dass das deutsche Team noch nicht die nötige Konstanz und Ernsthaftigkeit besitzt. Nagelsmann kritisierte nach dem Spiel, die Mannschaft sei „zu flatterhaft“ und zeige manchmal „zu viel Freestyle“. Er forderte mehr Konsequenz und Seriosität, um bei der WM weit zu kommen. „Die Dinge laufen nicht von alleine“, warnte der Bundestrainer.
Die historische Parallele zu 1994 sollte als Mahnung dienen: Auch damals gab es Warnungen, doch die Deutschen ignorierten sie und dachten schon an das Halbfinale gegen Italien – das sie nie erreichten. Die aktuelle Niederlage ist ein Weckruf, dass der Kader in der Breite und Tiefe noch nicht gut genug ist, um auf höchstem Niveau zu bestehen.



