WM 2026: DFB-Gegner in Runde der letzten 32 – Paraguay wahrscheinlich
DFB-Gegner in Runde der letzten 32: Paraguay wahrscheinlich

DFB-Gegner in Runde der letzten 32: Paraguay wahrscheinlich

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat nur noch drei mögliche Gegner im WM-Sechzehntelfinale – die mit Abstand wahrscheinlichste Option ist ein Duell mit Paraguay. Die DFB-Auswahl bekommt es als Sieger der Gruppe E in der ersten K.o.-Runde mit einem Vorrundendritten zu tun. Durch die Ergebnisse von Donnerstag (Ortszeit) sind nur noch Paraguay, Schottland und Schweden als potenzielle Kontrahenten übriggeblieben.

Für die Verteilung der Gruppendritten auf die Sechzehntelfinals gibt es aufgrund des Fifa-Modus insgesamt 495 Szenarien, davon sind inzwischen nur noch 51 übrig. 45 davon sehen Paraguay als nächsten Gegner der Mannschaft von Julian Nagelsmann, die am Donnerstag mit 1:2 gegen Ecuador verlor. Für Schottland als Gegner gibt es noch fünf Szenarien, für Schweden nur eins. Die endgültige Entscheidung könnte bereits in den WM-Partien am Freitag (Ortszeit) fallen. Es ist aber auch möglich, dass der deutsche Gegner erst am letzten Tag der Vorrunde am Samstag (Ortszeit) fix ist.

Nagelsmann verteidigt schwächelndes Duo „Wusiala“

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nach der 1:2-Niederlage gegen Ecuador das bislang enttäuschende Zauberduo „Wusiala“ – Jamal Musiala und Florian Wirtz – in Schutz genommen. Bei der Heim-EM 2024 legten die beiden als erste Torschützen einen Knallstart hin, doch bei der WM finden sie nicht in den erhofften Flow. „Flo war sehr bemüht, hat Gas gegeben. Es fehlt das Fortune in der einen oder anderen Situation. Es fehlt ihm so ein bisschen das Tor, die Dosenöffner-Aktion. Aber das wird kommen, ganz sicher“, sagte Nagelsmann über Wirtz. Zum Bayern-Ass Musiala, der monatelang verletzt ausgefallen war, äußerte der Bundestrainer: „Bei Jamal, da geht es nur um Rhythmus. Er war über ein Jahr weg bei uns. Ihm müssen wir Rhythmus geben. Wir wissen alle, was für Fähigkeiten er hat. Das müssen wir alle gemeinsam aus ihm rauskitzeln – er auch. Er hat ja schon getroffen. Er muss an sich glauben und nicht so viel nachdenken.“

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Klopp mit deutlicher Kritik nach Niederlage

MagentaTV-Experte Jürgen Klopp sprach nach der Pleite gegen Ecuador Klartext: „Wir müssen jetzt die Pace aufnehmen! Wir müssen mindestens mit der gleichen Intensität zu Werke gehen. Ballverluste sind nicht cool – aber Ballverluste in den falschen Räumen, ist eine Katastrophe. Das ist uns heute passiert. Heute wurden wir in den Zweikämpfen aufgefressen im Zentrum! Es war zu offensichtlich, was wir wollten. Jetzt können wir daraus die richtigen Lehren ziehen, weil die Mannschaft kann es natürlich viel besser als heute. Fußball muss gewürzt werden mit Leidenschaft, Intensität und Emotionalität! Wenn es für dich einfach nur Kicken ist, dann wirst du nicht weit kommen!“

Nagelsmann rüffelt Kerner: „Hört auf mit dem Quatsch“

Julian Nagelsmann hat eine Frage von Magenta-TV-Moderator Johannes B. Kerner nach dem 1:2 gegen Ecuador überhaupt nicht gefallen. „Bitte hört auf mit dem Quatsch, ehrlich. Warum wollten die Jungs nicht Vollgas geben?“, antwortete der Bundestrainer auf Kerners Frage, ob der deutschen Mannschaft das letzte Engagement gefehlt habe angesichts des bereits zuvor feststehenden Gruppensiegs. Ecuador habe es ein bisschen mehr gewollt, insistierte Kerner. Auch das wollte Nagelsmann so nicht stehen lassen: „Nee, die wollte es nicht mehr. Die haben halt ein bisschen mehr Risiko genommen in vielen Aktionen.“

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„Zu viel Freestyle“: Nagelsmann kritisiert mangelnde Abgeklärtheit

Bundestrainer Julian Nagelsmann hat nach der frühen Führung gegen Ecuador die Abgeklärtheit im deutschen Team vermisst. „Wir hatten einen super Start ins Spiel und müssen, wenn wir so früh führen, mit viel mehr Überzeugung das Ding zu Ende spielen“, sagte Nagelsmann nach der 1:2-Niederlage in East Rutherford bei MagentaTV. „Leider haben wir direkt nach dem Tor angefangen, Harakiri in der Positionierung zu machen. Dann wurde es schwer.“ Auch in der ARD befand der Bundestrainer: „Das war ärgerlich, dass wir da den Gegner wieder reinholen. Wir haben sie leider selber wieder ins Spiel zurückgeholt.“ Nach der frühen Führung habe es auf deutscher Seite „bisschen zu viel Freestyle gegeben“. Er habe einige Erkenntnisse gewonnen, die man aber „intern besprechen“ müsse. Gerade die Robustheit der Ecuadorianer setzte der Nationalelf zu: „Für den Gegner ging es um alles, die haben eine gute Körperlichkeit reingebracht“, lobte der 38-Jährige.

Einzelhandel spürt WM-Effekt

Die anfänglichen Erfolge Deutschlands bei der Fußball-WM sorgen für etwas Schwung im Einzelhandel. „Mit dem Erreichen der KO-Runde der deutschen Fußball-Nationalmannschaft registriert der Textil- und Modehandel aktuell spürbare Nachfrageimpulse“, teilte der Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren (BTE) am Freitag mit. Fans interessierten sich vor allem für Fußballtrikots, Hosen, Shorts und Hüte. „Besonders nachgefragt sind das Auswärtstrikot sowie die Retro-Version von 1994.“ Im Fokus vieler Konsumenten stehe ein stimmiges WM-Gesamtoutfit. Neben der gestiegenen Nachfrage nach Original-Fanartikeln sieht der Verband auch mehr Interesse an preisgünstigen Alternativangeboten. „Vor dem Hintergrund wirtschaftlicher und geopolitischer Unsicherheiten sind viele Menschen weiter preissensibel und wägen ihre Ausgaben für sportliche Modeartikel sehr sorgfältig ab – auch im Kontext eines emotionalen Großereignisses wie der Fußball-Weltmeisterschaft“, sagte BTE-Expertin Franzisca Lubba. Zudem bremse die Hitzewelle.

Nagelsmann plant keine Kimmich-Versetzung ins Mittelfeld

Julian Nagelsmann plant nach der ersten Niederlage bei der WM keine radikalen Umbauten. Der Bundestrainer schloss nach dem 1:2 gegen Ecuador vor allem eine Versetzung von Kapitän Joshua Kimmich ins Mittelfeld für das erste K.o.-Spiel aus. Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha haben weiterhin sein Vertrauen. „Ich will auf Felix und Pavlo nicht verzichten. Ich finde, dass sie es gut machen. Im Fußball kann man nichts ausschließen, aber ein Wechsel ist akut nicht geplant“, sagte Nagelsmann. Kimmich selbst sagte dazu: „Das ist einzig und alleine die Entscheidung des Trainers. Und wo er das Gefühl hat, wo ich am besten weiterhelfen kann. Da spiele ich dann.“

Weitere WM-Nachrichten der Nacht

Die Niederlande, Japan und Schweden feierten den Einzug in die nächste Runde. In der belgischen Nationalmannschaft geht es um Nachwuchs: Nach der Debatte um Jeremy Doku und die Geburt seines Sohnes hat auch Abwehrchef Brandon Mechele berichtet, dass seine Frau und er ein Kind erwarten. Der Trainer der Elfenbeinküste, Emerse Faé, kritisierte Bastian Schweinsteiger scharf für dessen Aussage über den Spielstil der Afrikaner: „Das ist traurig. Wir könnten es rassistisch nennen.“ Schweinsteiger hatte das Spiel der Elfenbeinküste als „bisschen afrikanischer Fußball natürlich, der manchmal so ein bisschen unorthodox ist, ein bisschen wild ist“ beschrieben.