Volkswagen plant massiven Stellenabbau: Bis zu 100.000 Jobs auf der Kippe
Der Volkswagen-Konzern steht vor einem noch radikaleren Jobabbau als bislang bekannt. Konzernchef Oliver Blume treibt den Stellenabbau mit hohem Tempo voran. Nach Informationen des Handelsblatts sind die Arbeitnehmer alarmiert.
Ursprünglich hatte das Management um Blume einen Abbau von 50.000 Stellen bis Ende des Jahrzehnts vereinbart – bei den Kernmarken VW, Audi, Porsche sowie der Softwareeinheit Cariad. Ein Bericht des „Manager Magazins“ sorgt nun für Aufruhr: Demnach stehen weltweit bis zu 50.000 weitere Stellen im VW-Konzern zur Disposition. Insgesamt könnten also bis zu 100.000 Arbeitsplätze wegfallen.
Interne Zahlen belegen Fortschritt des Stellenabbaus
Interne Zahlen, die dem Handelsblatt vorliegen, zeigen, wie weit der Konzern mit seinem Jobabbau bereits gekommen ist. Demnach ist der Abbau zügig vorangeschritten. Die genauen Zahlen wurden jedoch nicht veröffentlicht.
Ein Sprecher des VW-Konzerns wollte sich zu den aktuellen Berichten nicht äußern. Betriebsratschefin Daniela Cavallo zeigte sich besorgt: „Wir werden nicht zulassen, dass die Belegschaft die Zeche für die Fehler des Managements zahlt.“
Ursachen: Sparzwang und Transformation
Der Stellenabbau ist Teil eines umfassenden Sparprogramms, mit dem VW die Kosten senken und die Transformation zur Elektromobilität finanzieren will. Der Konzern steht unter Druck, da der Wettbewerb in China und Europa zunimmt.
Analysten erwarten, dass VW in den kommenden Jahren weitere Werke schließen oder verkleinern könnte. Besonders betroffen sind Standorte in Deutschland, aber auch internationale Werke.
Reaktionen der Arbeitnehmervertreter
Die Arbeitnehmervertreter haben bereits Widerstand angekündigt. IG Metall und Betriebsrat fordern eine Beschäftigungssicherung und lehnen betriebsbedingte Kündigungen ab. „Wir werden für jeden Arbeitsplatz kämpfen“, so ein Sprecher der IG Metall.
Die endgültige Entscheidung über das Ausmaß des Stellenabbaus wird für die kommenden Monate erwartet. Experten rechnen mit harten Verhandlungen zwischen Management und Arbeitnehmern.



