Historisches Duell im DFB-Pokal-Viertelfinale
Heute Abend steigt im Berliner Olympiastadion ein besonderes Fußballereignis: Hertha BSC empfängt den Sport-Club Freiburg zum Viertelfinale im DFB-Pokal. Das Spiel beginnt um 20:45 Uhr und markiert das 50. Pflichtspiel-Duell zwischen beiden Traditionsvereinen. Gleichzeitig ist es das erste direkte Aufeinandertreffen im Pokal seit der Saison 1992/93, als sich die Berliner in der zweiten Runde mit 4:2 in Freiburg durchsetzten.
Neue Trainer an der Seitenlinie
An den Seitenlinien stehen zwei relativ neue Gesichter: Hertha BSC wird seit Saisonbeginn von Stefan Leitl trainiert, während bei den Breisgauern Julian Schuster in seiner zweiten Saison als Cheftrainer verantwortlich zeichnet. Beide Mannschaften haben in ihren bisherigen drei Pokalpartien dieser Saison beeindruckende Defensivleistungen gezeigt und jeweils nur ein einziges Gegentor kassiert.
Berliner Heimstärke gegen Freiburger Auswärtserfolge
Die Berliner gehen mit frischem Selbstvertrauen in das Viertelfinale. Am vergangenen Wochenende beendete die Leitl-Elf ihre sechsspielige Durststrecke in der Zweiten Bundesliga mit einem 3:0-Auswärtssieg in Elversberg. Im Pokal untermauert Hertha ohnehin ihre Heimstärke: Drei Heimsiege in Serie mit insgesamt elf Treffern – darunter das beeindruckende 6:1 gegen Kaiserslautern im Achtelfinale – bedeuten die längste Berliner Siegesserie vor eigenem Publikum seit der Saison 1980/81.
Interessanterweise war Offensivmotor Fabian Reese an keinem dieser jüngsten Pokaltore direkt beteiligt und wartet seit vier Partien im Wettbewerb auf einen Scorerpunkt. Auf der anderen Seite reist Freiburg mit einer beeindruckenden Pokal-Auswärtsbilanz in die Hauptstadt: In zwölf der letzten dreizehn Gastspiele kamen die Breisgauer weiter, erzielten dabei stets mindestens ein Tor und im Schnitt 2,3 Treffer pro Partie.
Schlüsselspieler und historische Bilanz
Dreh- und Angelpunkt bei Freiburg bleibt Vincenzo Grifo, dessen Treffer zum 2:0 gegen Darmstadt ihn mit nun elf Pokaltoren zum erfolgreichsten noch im Wettbewerb vertretenen Spieler macht. Unterstützung erhält er von Kapitän Christian Günter, der erst vor wenigen Tagen seinen Vertrag verlängerte, sowie von Igor Matanović, der in drei der vergangenen vier Heimspiele in der Bundesliga traf.
Die historische Bilanz spricht für Freiburg: In den jüngsten zwanzig Bundesliga-Partien gewann Hertha nur drei Mal gegen den SCF, neun Begegnungen endeten remis, acht gingen an die Breisgauer. Dennoch könnten die Berliner heute gleich mehrere Ausrufezeichen setzen: Drei Pokalerfolge in Serie gegen Erstligisten wären Vereinsrekord, ebenso wie das sechste Erreichen des Halbfinals seit Einführung des Endspiels in Berlin.
Defensivstarke Mannschaften und Schlüsselduelle
Auf dem Rasen stehen sich zwei kompakte Defensivreihen gegenüber: Beide Mannschaften ließen im laufenden Pokalwettbewerb erst je einmal einen Gegentreffer zu. Schlüsselduelle zeichnen sich insbesondere auf den Flügeln ab, wo Herthas Fabian Reese auf Freiburgs Vincenzo Grifo trifft – der Italiener hat in der Pokal-Torjägerliste der Vereinsgeschichte nur noch Nils Petersen mit dreizehn Treffern vor sich.
Übertragungsinformationen
Das Spiel wird nicht im Free-TV übertragen. Stattdessen können Fußballfans die Partie live bei Sky im TV und Stream verfolgen. Für alle, die das Spiel nicht live sehen können, bietet SPORT1 einen umfassenden Liveticker an. Die Highlights zu allen Spielen im DFB-Pokal sind morgen ebenfalls bei SPORT1 im TV zu sehen.
Freiburg wiederum könnte erneut ein Viertelfinale siegreich gestalten – nach den 2:1-Auswärtssiegen 2021/22 in Bochum und 2022/23 in München. Für Coach Julian Schuster ist es bereits das zweite Pflichtspiel binnen weniger Tage, nachdem sein Team in der Liga gegen Werder Bremen antrat – dort blieb die längste laufende Heimserie der Freiburger mit dreizehn Partien ohne Niederlage bestehen.



