DFB verhängt harte Strafen nach Pyro-Skandal in Dresden
DFB verhängt harte Strafen nach Pyro-Skandal in Dresden

Nach den schweren Ausschreitungen beim Zweitliga-Spiel zwischen Dynamo Dresden und Hertha BSC im April hat der DFB harte Strafen gegen beide Vereine verhängt. Dynamo Dresden muss 91.200 Euro zahlen, Hertha BSC sogar 152.000 Euro. Zudem wurde Dresden auferlegt, den K-Block mit 9.000 Stehplätzen für zwei Spiele zu sperren, wobei eine Partie zur Bewährung ausgesetzt ist.

Der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts, Stephan Oberholz, begründete die Sanktionen mit der Schwere der Vorfälle: „Ich kann mich an kaum einen Fall erinnern, bei dem Pyrotechnik in einem solchen Ausmaß als Waffe gegen Menschen eingesetzt wurde. Das ist nicht tolerierbar.“ Er betonte, dass die Strafe bewusst auf den Block abziele, von dem die Randalierer kamen.

Die Ausschreitungen waren durch den Diebstahl eines Fanbanners ausgelöst worden. Dresden-Fans nutzten Pyro-Nebel, um Hertha-Anhängern ein Banner zu stehlen, woraufhin Hertha-Fans ausrasteten. Mindestens 17 Personen wurden verletzt. Fans stürmten den Platz, es kam zu Jagdszenen mit Sicherheitskräften, und eine Polizeihundertschaft musste das Spielfeld sichern.

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Zusätzlich zu den Geldstrafen müssen beide Vereine für die nächsten zwei Spiele gegeneinander ein gemeinsames Sicherheitskonzept erarbeiten. Dabei darf nur die Hälfte des Gästekontingents verkauft werden, und die Tickets müssen personalisiert sein. Der Gastverein muss zudem mindestens 30 eigene Ordner stellen.

Dynamo Dresden kündigte an, Einspruch gegen das Urteil einzulegen. Geschäftsführer Stephan Zimmermann erklärte, man wolle vor einem vollbesetzten Sportgericht in einer mündlichen Verhandlung Gehör finden, insbesondere wegen des Teilausschlusses von Zuschauern als Kollektivstrafe.

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