Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet in die WM-Vorbereitung, doch für Jonas Urbig beginnt das Turnier auf der Tribüne. Der Torwart des FC Bayern München muss beim ersten Spiel gegen Curaçao in Houston abseits seiner Teamkollegen Platz nehmen. Während die Ersatzkeeper Oliver Baumann und Alexander Nübel gemeinsam mit den anderen 13 Reservespielern auf der Bank sitzen und bei den Nationalhymnen am Mittelkreis stehen, wird Urbigs Sonderrolle im DFB-Team deutlich.
Trainingstorwart statt offizieller Kader
Bundestrainer Julian Nagelsmann hat den 22-Jährigen als zusätzlichen Trainingstorwart mit in die USA genommen. Urbig gehört zwar zur DFB-Delegation, aber nicht zum Kreis der von der FIFA registrierten WM-Spieler. Daher darf er während der Spiele nicht bei der Mannschaft sein und kann derzeit nicht eingesetzt werden. Im Training in Winston-Salem ist er jedoch fest in der Torwartgruppe um Manuel Neuer integriert.
WM-Einsatz nicht ausgeschlossen
Ein WM-Debüt für Urbig, der noch kein Länderspiel absolviert hat, ist dennoch möglich. Laut FIFA-Regularien dürfen Torhüter auch im Turnierverlauf nachnominiert werden, falls ein anderer Schlussmann so schwer verletzt ist, dass er nicht mehr spielen kann. Sollte etwa die Wadenverletzung von Rückkehrer Manuel Neuer wieder aufbrechen, stünde Urbig als Ersatz bereit – ähnlich wie zuletzt beim FC Bayern. Auch für Baumann und Nübel könnte Urbig bei Verletzungen in den offiziellen Kader aufrücken.
Keine Nachnominierungen für Feldspieler
Für Feldspieler ist eine Nachnominierung nicht mehr möglich. Die Frist lief 24 Stunden vor dem Anpfiff des Curaçao-Spiels ab. Der Leipziger Assan Ouedraogo konnte in der vergangenen Woche noch für den verletzten Bayern-Jungstar Lennart Karl nachträglich ins WM-Team berufen werden.



