England bezwingt Mexiko in einem historischen WM-Spiel
Dank einer beeindruckenden Doppel-Torshow von Jude Bellingham in weniger als zwei Minuten und einem Elfmeter von Harry Kane hat England die mexikanische Nationalmannschaft im legendären Aztekenstadion mit 3:2 (2:1) besiegt. Die Three Lions beendeten damit die Fiesta Mexicana und zogen in das Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft ein. Das Spiel war geprägt von Dramatik, Roter Karte und einem verspäteten Anpfiff wegen Unwetters.
Bellinghams Blitzstart und Quiñones' Anschlusstreffer
Bellingham brachte England in der 36. und 38. Minute in Führung. Zunächst traf der Mittelfeldspieler nach einer feinen Vorlage von Anthony Gordon, ehe er nur zwei Minuten später einen Abpraller im Tor der Mexikaner versenkte. Mexikos Torjäger Julián Quiñones gelang jedoch noch vor der Pause der Anschlusstreffer. Nach einer Standardsituation konnte Ezri Konsa nicht klären, und Quiñones drosch den Ball ins Tor – sein viertes Tor im Turnier.
Rote Karte für Quansah und Kanes Elfmeter
Nach dem Seitenwechsel sah der Leverkusener Jarell Quansah nach Videobeweis die Rote Karte (54.). Trotz Unterzahl zeigte England Moral: Bayern-Torjäger Harry Kane trat in der 60. Minute zum Elfmeter an und verwandelte nervenstark unter den Pfiffen von fast allen 80.824 Zuschauern – sein sechstes Tor bei diesem Turnier.
Kane verursacht Strafstoß – Jiménez trifft
Doch ausgerechnet Kapitän Kane verursachte kurz darauf einen Strafstoß. Mexikos Raúl Jiménez, der zuvor schon zweimal an Englands Torhüter Jordan Pickford gescheitert war, verwandelte in der 69. Minute und brachte das Stadion erneut zum Beben. England überstand die anschließende Drangphase der Mexikaner und rettete den knappen Vorsprung über die Zeit, auch dank einer elfminütigen Nachspielzeit.
Historischer Sieg im Aztekenstadion
Für Mexiko war es die erste Niederlage in einem WM-Spiel im Aztekenstadion. England trifft im Viertelfinale auf Norwegen um Super-Torjäger Erling Haaland, der zuvor mit einem Doppelpack Brasilien besiegt hatte. „Es war ein Spiel, das sich in die vielen Dramen der Weltmeisterschaften 1970 und 1986 in Mexiko nahtlos einreihte“, kommentierte ein Beobachter.
Unwetter verzögert Anpfiff
Bereits vor dem Spiel sorgten schwere Gewitter für Aufregung. Wie schon beim Mexiko-Spiel gegen Ecuador musste der Beginn um eine Stunde verschoben werden. „Blitz und Donner, dazu heftiger Regen – das Stadion glich einer Festung in über 2.200 Metern über dem Meeresspiegel“, hieß es.
Englands Taktik geht auf
Englands Trainer Thomas Tuchel hatte seine Mannschaft auf einen Attacke-Beginn der Mexikaner eingestellt. „Die ersten 15, 20 Minuten würden die härtesten“, prophezeite er. England löste die kniffligen Anfangsminuten mit internationaler Routine: Ballkontrolle, keine Risiko-Pässe, Tempo rausnehmen und Härte in den Zweikämpfen. Nur einmal wurde es brenzlig, als Jiménez mit einem Flugkopfball an Pickford scheiterte (15.).
Ausblick: Viertelfinale gegen Norwegen
Mit diesem Sieg ist nach Kanada auch Mexiko als zweiter WM-Gastgeber ausgeschieden. England trifft nun auf Norwegen, das sich zuvor gegen Brasilien durchsetzte. Das Duell der Super-Torjäger Kane und Haaland verspricht Spannung.



