Fünf Tore gegen Rot-Weiß Erfurt, alle am Steigerwald – ausgerechnet dieser Klub war für Berk Inaler lange ein Lieblingsgegner. Nun wechselt der Berliner die Seiten und soll bei den Thüringern vor allem die Defensive stabilisieren.
Inaler schwärmt von Erfurt
„Ja, RWE war wohl mein Lieblingsgegner. Am Steigerwald habe ich oft getroffen. Vielleicht werde ich ja jetzt, wo es mein Heimstadion ist, sogar Torschützenkönig“, sagt Inaler mit einem Schmunzeln. Vier bis sechs Saisontore waren für den Mittelfeldspieler zuletzt fast schon Standard. „Mittlerweile bin ich ein Box-to-Box-Spieler. Das hat sich über die Jahre so entwickelt.“
Dass Inaler nun das Trikot von Rot-Weiß Erfurt trägt, kommt nicht von ungefähr. Trainer Fabian Gerber hatte den 26-Jährigen schon länger auf dem Zettel. „Wir hatten bereits vor meinem Wechsel nach Halle Kontakt. Damals waren die Gespräche mit dem HFC aber schon sehr weit. Fabian hat den Kontakt danach nie abreißen lassen.“
Wechsel nach Erfurt
In der vergangenen Saison spielte Inaler erstmals außerhalb des Ostens – beim SV Sandhausen. Die Regionalliga Nordost verlor er dennoch nie aus den Augen. „Ich habe die Liga ständig verfolgt. Deshalb kann ich sagen: Die Mannschaft in Erfurt ist top. Da ist sehr viel möglich. So wie es aussieht, bleibt der Kader größtenteils zusammen. Das ist natürlich ein großer Vorteil.“
Auf zwei alte Bekannte trifft der Mittelfeldspieler in Erfurt ebenfalls. „Mit Falcao und Laurenz Dehl habe ich schon bei Viktoria zusammengespielt. Wenn Falcao fit ist, ist er ein absoluter Unterschiedsspieler.“
Neuzugang zum Start nur Zuschauer
Bis Inaler erstmals für Rot-Weiß auflaufen kann, wird es allerdings noch etwas dauern. Eine Entzündung an der Achillessehne zwingt ihn derzeit zu einer Reha in Berlin. Beim Trainingsauftakt am Dienstag wird der Wunschspieler von Trainer Gerber daher zunächst nur Zuschauer sein.



