Ex-Frankfurt-Trainer Riera verspottet Bundesliga nach nur 4 Siegen
Ex-Frankfurt-Trainer Riera verspottet Bundesliga

Gerade einmal 258 Tage hielt Albert Riera (45) als Bundesliga-Trainer durch, dann war Schluss bei Eintracht Frankfurt. Der Spanier wurde entlassen, nachdem er in 14 Bundesliga-Spielen nur vier Siege erringen konnte. Nun äußert sich Riera erstmals ausführlich zu seiner Zeit in Deutschland – und übt scharfe Kritik an der gesamten Liga.

Riera enttäuscht vom Niveau der Bundesliga

Im slowenischen TV-Sender Sportklub ließ Riera kein gutes Haar an der deutschen Eliteklasse. „Ehrlich gesagt hat mich das Niveau der Bundesliga etwas enttäuscht. Bayern München ist natürlich eine Welt für sich, und Borussia Dortmund kann mit seinem Budget halbwegs mithalten. Dann gibt es Überraschungen wie Stuttgart, aber der Rest war für mich enttäuschend“, so der 45-Jährige. Besonders der Spielstil vieler Teams stieß ihm sauer auf: „Die Teams im unteren Tabellendrittel spielen alle auf die exakt gleiche Weise. Wenn man sie analysiert, hat man das Gefühl, jede Woche gegen denselben Gegner zu spielen.“

Kritik an der Qualität trotz teurem Kader

Riera, der zuvor den slowenischen Klub NK Celje trainierte, stand bei Frankfurt eine der teuersten Offensiven der Liga mit einem Marktwert von über 150 Millionen Euro zur Verfügung. Dennoch holte er nur vier Siege. Für ihn ist das kein Zeichen mangelnder Qualität, sondern ein Beleg für die Überbewertung der Bundesliga. „Wenn wir die Summen, die in Deutschland fließen – 20, 30, sogar 40 Millionen Euro – im Vergleich zu den Beträgen in der slowenischen Liga sehen. Da ist das keine andere Welt, ganz und gar nicht. Das ist die Realität“, erklärte Riera.

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Riera will nur noch international trainieren

Der gebürtige Mallorquiner deutete an, dass er nicht mehr in Deutschland arbeiten möchte. Stattdessen strebe er eine Stelle bei einem europäischen Spitzenklub an. „Bisher habe ich einige Anrufe erhalten, aber meine Antwort war ‚Nein‘, weil ich europäisch antreten will. Also Champions League, wenn nicht Champions League, dann Europa League, ansonsten Conference League“, prahlte Riera. Konkrete Angebote nannte er nicht.

Celje könnte mit Frankfurt mithalten

In einem weiteren Seitenhieb gegen seinen Ex-Klub behauptete Riera: „Wenn Celje gegen Frankfurt spielen würde, könnten sie mithalten. Ich sage nicht, dass sie besser wären, aber sie könnten konkurrieren. Der Unterschied ist geringer, als es von außen scheint.“ Angesichts der schwachen Leistungen Frankfurts unter seiner Leitung mag dies nicht völlig aus der Luft gegriffen sein.

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