Der 1. FC Frankfurt, Nachfolger des einstigen DDR-Oberligisten FC Vorwärts Frankfurt/Oder, hat Einspruch gegen seine Einteilung in die Südstaffel der NOFV-Oberliga eingelegt. Der Verein aus Brandenburg war in die fünftklassige Oberliga aufgestiegen, sieht sich nun aber mit erheblichen Mehrbelastungen konfrontiert.
Freude über Aufstieg getrübt
Der Aufstieg in die NOFV-Oberliga war für den 1. FC Frankfurt ein großer Erfolg. „Dabei hat unsere Mannschaft nicht nur auf dem Platz überzeugt. Mit ihrem Auftreten, ihrer Geschlossenheit und ihrer Fairness hat sie in der gesamten Liga und weit darüber hinaus viele Sympathien gewonnen und sogar die Fairness-Tabelle für sich entschieden“, hieß es vom Klub. Doch die Freude währte nur kurz, denn die Staffeleinteilung sorgte für Unmut.
Einspruch gegen Südstaffel
Der Verein beantragt, „entsprechend der regionalen Zuordnung wieder der Oberliga Nord zugewiesen zu werden“. In einer Erklärung betont der Klub: „Die Oberliga Süd ist sportlich eine sehr attraktive Staffel mit vielen traditionsreichen und interessanten Vereinen. Wir haben großen Respekt vor allen Mannschaften dieser Liga und würden uns sportlich ohne Zweifel auf diese Begegnungen freuen.“ Das große Aber folgt sogleich: „Es geht vielmehr um die erheblichen organisatorischen, wirtschaftlichen und fanbezogenen Folgen, die die aktuelle Einteilung für unseren Verein mit sich bringt.“
Mehrkosten von bis zu 15.000 Euro
Durch die Zuordnung zur Südstaffel entstünden dem Klub rund 2.700 zusätzliche Fahrtkilometer und teils deutlich längere Reisezeiten. Dies führe zu einer zusätzlichen wirtschaftlichen Belastung von bis zu 15.000 Euro. Der Verein fordert daher, dass der regionale Grundsatz der Staffeleinteilung maßgeblich bleibt: „Traditionell gehören Vereine aus Brandenburg, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern zur Nordstaffel, während Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen der Südstaffel zugeordnet sind.“
Hintergrund: DDR-Oberliga-Vergangenheit
Der 1. FC Frankfurt ist der Nachfolger des FC Vorwärts Frankfurt/Oder, der als Armeesportverein einst in der DDR-Oberliga spielte. Nach der Wiedervereinigung und mehreren Umstrukturierungen spielt der Klub nun in der fünfthöchsten Spielklasse. Der Aufstieg in die NOFV-Oberliga war ein wichtiger Schritt, doch die Staffeleinteilung trübt die Stimmung.



