Der 1. FC Köln steht vor einem historischen Transfercoup: Jakub Kaminski (24) steht kurz vor einem Wechsel zu Benfica Lissabon. Der polnische Offensivspieler, der in der vergangenen Saison mit sieben Toren und fünf Vorlagen maßgeblich zum Klassenerhalt der Kölner beigetragen hatte, soll die Ausstiegsklausel in seinem Vertrag nutzen. Für den FC bedeutet das einen Gewinn von rund 14,5 Millionen Euro – und das innerhalb von nur zwei Monaten.
Kesslers kluger Plan geht auf
Sportboss Thomas Kessler (40) hatte den Wechsel von Anfang an strategisch eingefädelt. Als der FC Kaminski im Sommer 2025 vom VfL Wolfsburg auslieh, war bekannt, dass der Spieler den Traum von einem Engagement bei einem Top-Klub hegte. Kessler sicherte sich eine Kaufoption über 5,5 Millionen Euro, vereinbarte einen Vertrag bis 2030 und gewährte Kaminski eine Ausstiegsklausel in Höhe von 20 Millionen Euro. Der Plan: Kaminski sollte sich in Köln als Leistungsträger etablieren und dann seinen Wunsch verwirklichen. „Du hilfst uns eine Saison und drehst in Köln so auf, dass du dir deinen Top-Klub-Wunsch danach erfüllen kannst“, lautete die Devise von Kessler. Und genau das ist eingetreten.
Gewinn von 14,5 Millionen Euro
Im Mai 2026 zog Köln die Kaufoption, obwohl bereits erste Kontakte zu Benfica bestanden. Nun bedient der portugiesische Spitzenklub die Ausstiegsklausel und überweist 20 Millionen Euro nach Köln. Abzüglich der 5,5 Millionen Euro Ablöse an Wolfsburg bleibt dem FC ein Reingewinn von 14,5 Millionen Euro. „So einen Deal hat es in der jüngsten FC-Geschichte auch noch nicht gegeben“, kommentierte ein Vereinsvertreter. Während Köln kassiert, macht Wolfsburg mit Kaminski Verlust – der VfL hatte den Polen einst für rund 10 Millionen Euro verpflichtet.
Mikey Moore als potenzieller Nachfolger
Doch der FC denkt bereits in die Zukunft. Laut britischen Transfer-Experten hat Köln Tottenham-Talent Mikey Moore (18) ins Auge gefasst. Der englische U19-Nationalspieler, dessen Marktwert auf 18 Millionen Euro geschätzt wird, gilt als technisch stark, schnell und torgefährlich. Moore kann auf beiden Flügeln spielen – ähnlich wie Kaminski – und sammelte in der vergangenen Saison bei den Glasgow Rangers Erfahrung (28 Spiele, sechs Tore). Da Moore auch in der kommenden Saison ausgeliehen werden soll, sieht Kessler eine Chance. Die Konkurrenz ist jedoch groß. Dennoch hat der Sportboss bereits angekündigt, dass es auch in diesem Sommer einige Leihgeschäfte geben wird. Das Beispiel Kaminski zeigt, wie erfolgreich solche Leihen sportlich und finanziell sein können.



