FCN erleidet bittere Heimpleite gegen Düsseldorf
Beim 1. FC Nürnberg herrscht nach der 0:1-Heimpleite gegen Fortuna Düsseldorf tiefe Enttäuschung. Der Club verlor vor heimischer Kulisse und beendete damit eine positive Heimserie, die fast ein halbes Jahr angedauert hatte. Zuletzt war der FCN im September mit 0:3 gegen Hertha BSC Berlin unterlegen. Diese Niederlage bedeutet jedoch mehr als nur das Ende einer Serie – sie katapultiert den Verein zurück in den akuten Abstiegskampf der Bundesliga.
Besorgniserregende Entwicklung trotz Punktevorsprung
Auch wenn der Abstand zu den Abstiegsplätzen mit fünf Punkten auf den Relegationsplatz 16 zunächst stabil erscheint, ist die aktuelle Form des FCN alarmierend. Aus den letzten sieben Spielen gelang dem Team von Trainer Miroslav Klose nur ein einziger Sieg. Die Niederlage gegen Düsseldorf unterstreicht diese negative Tendenz auf dramatische Weise und lässt die Alarmglocken in Nürnberg schrillen.
Personelle Probleme und umstrittene Schiedsrichterentscheidung
Das Unheil nahm für den FCN bereits vor dem Anpfiff seinen Lauf. Mit Mohamed Ali Zoma fiel der bis dato torgefährlichste Angreifer des Teams kurzfristig wegen Schulterproblemen aus. Der Stürmer hatte in dieser Saison bereits neun Tore erzielt und wäre eine wichtige Stütze gewesen. Nur sechs Minuten nach Spielbeginn folgte die nächste Hiobsbotschaft: Abwehrchef Fabio Gruber musste aufgrund muskulärer Probleme ausgewechselt werden.
Diese personellen Veränderungen wirkten sich unmittelbar auf das Spielgeschehen aus. In der ersten halben Stunde gelang dem FCN kein einziger vernünftiger Angriff, und es wurde kein Schuss auf das Düsseldorfer Tor abgegeben. Fortuna Düsseldorf hingegen hatte durch einen Volley von Tanaka in der 24. Minute bereits eine große Torchance.
In der 31. Minute schien dann doch der Ausgleich zu fallen: Nach einem Solo von Justin von der Hiitz bediente der Youngster Grimaldi, der den Ball ins Düsseldorfer Tor schob. Schiedsrichter Timo Gansloweit erkannte das Tor jedoch nicht an, da er bei der Vorarbeit ein Foul sah. Diese umstrittene Entscheidung wurde durch einen vorzeitigen Pfiff getroffen, was eine Überprüfung durch den Video-Assistenten unmöglich machte.
Düsseldorf nutzt seine Chance – FCN ohne Antwort
Nach der Pause begann der FCN zwar schwungvoll, wurde jedoch in der 55. Minute durch die Führung der Gäste ausgebremst. Appelkamp wurde zum Matchwinner, als er nach einer Hereingabe, die Torhüter Reichert unglücklich abwehrte, den Ball zur 1:0-Führung ins Nürnberger Tor drückte. Die Mannschaft von Miroslav Klose war fortan bemüht, konnte jedoch keine wirklichen Ausgleichschancen kreieren.
Im Gegenteil: Fortuna Düsseldorf hätte das Spiel durch Ljubicic und Suso in der 82. Minute sowie durch Alexandropoulos in der Nachspielzeit sogar noch deutlicher entscheiden können. Die besseren Torchansen hatten eindeutig die Gäste, die ihren Sieg am Ende verdient mit nach Hause nahmen.
Pfiffe der Fans und harte Kritik von Trainer Klose
Nach dem Schlusspfiff gab es erstmals seit langer Zeit wieder Pfiffe von den Nürnberger Fans. Trainer Miroslav Klose ging danach entsprechend hart mit seiner Mannschaft ins Gericht: „Ich habe heute wenig bis gar nichts von meiner Mannschaft gesehen. Das haben wir uns alle ganz anders vorgestellt. Vor allem mit Ball war es zu wenig, zu wenig Positionswechsel, viel zu träge. Keiner wollte den Ball haben, so etwas kenne ich von meiner Mannschaft gar nicht. Es war ein Totalversagen von der ganzen Mannschaft.“
Diese deutlichen Worte des 47-jährigen Trainers unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Situation. Der FCN steht nach dieser Niederlage wieder mit beiden Beinen im Abstiegskampf und muss dringend eine Trendwende herbeiführen, um die Klasse zu erhalten.



