Der belgische Fußballverband (RBFA) hat nach der umstrittenen Aufhebung der Rot-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun (25) Einspruch bei der Fifa eingelegt. Wie das Portal „The Athletic“ berichtet, gab die Fifa dem belgischen Einspruch in der Causa statt. Sowohl die RBFA als auch der US-amerikanische Verband wurden aufgefordert, bis 14 Uhr deutscher Zeit Stellungnahmen abzugeben. Dies verärgerte die Belgier jedoch, da sie die schriftliche Entscheidung der Fifa zur Überprüfung noch immer nicht erhalten hatten.
Hintergrund der Kontroverse
Am Sonntag hob die Fifa die Rotsperre von Balogun für das WM-Achtelfinale gegen Belgien auf. Diese Entscheidung erfolgte offenbar, nachdem US-Präsident Donald Trump (80) bei Fifa-Boss Gianni Infantino (56) angerufen hatte. In einer offiziellen Mitteilung sprach der belgische Verband von „Fassungslosigkeit“ über den Entschluss und hielt sich alle Optionen offen. Die Aufhebung der Sperre hatte in Belgien einen öffentlichen Aufschrei ausgelöst. Mehrere Vertreter aus der Politik kritisierten die Entscheidung scharf.
Keine Garantie für rechtzeitige Entscheidung
Verrückt: Dem Bericht zufolge hat Belgien von der Fifa keine Garantie, dass eine Entscheidung vor dem Spiel (in der Nacht von Montag auf Dienstag um 2 Uhr) getroffen wird. Sowieso ist unklar, ob die Berufung eine wirkliche Chance hat oder lediglich verfahrensrechtlicher Natur ist. Zur Verhandlung wurde ein Mitglied des Fifa-Berufungsausschusses ausgewählt, das weder der Uefa noch der Concacaf (nord- und mittelamerikanischer Verband) angehört. So sollen Interessenkonflikte vermieden werden.
Politische Reaktionen
In Belgien hatte die Aufhebung der Sperre für einen öffentlichen Aufschrei gesorgt. Auf „X“ schrieb die Sozialistische Partei: „Schämt euch! Wenn Geld das Sagen hat, verliert die Weltmeisterschaft jegliche Glaubwürdigkeit. Die Regeln anzupassen, um Trump zu gefallen, zu versuchen, durch Betrug zu gewinnen – was für ein erbärmliches Bild für die Fifa, die WM und die Vereinigten Staaten.“
Die belgische Nationalmannschaft um Superstars wie Romelu Lukaku (33) und Kevin de Bruyne (35) sowie Trainer Rudi Garcia (62) bereitet sich unterdessen auf das Achtelfinale vor. Die Fifa steht wegen ihrer Entscheidung international in der Kritik. Ob Belgien vor Gericht ziehen wird, bleibt abzuwarten.



