Bronze-Finale: FIFA benennt Spiel um Platz drei um
FIFA tauft Spiel um Platz drei in Bronze-Finale um

Die FIFA hat dem traditionellen Spiel um Platz drei bei der Fußball-Weltmeisterschaft einen neuen Namen verpasst. In der offiziellen Turnierübersicht des Weltverbands wird die Partie zwischen England und Frankreich am Samstag in Miami (23 Uhr MESZ/MagentaTV) nicht mehr als „Spiel um Platz drei“ geführt, sondern als „Bronze-Finale“. FIFA-Boss Gianni Infantino hatte die Spiele dieser WM zuvor als „Super Bowl“ bezeichnet.

Hintergrund des neuen Namens

Das Spiel um Platz drei gilt oft als die Partie, die niemand wirklich spielen will, da beide Mannschaften zuvor ihre Halbfinals verloren haben. England unterlag Argentinien tragisch mit 1:2, während Frankreich gegen Spanien deutlich mit 0:3 verlor. Dennoch versucht die FIFA, auch dieser sportlich nahezu irrelevanten Begegnung einen neuen Charme zu verleihen. Der neue Name „Bronze-Finale“ soll die Bedeutung des Spiels aufwerten, auch wenn die Motivation der Spieler oft gering ist.

Finanzieller Anreiz und sportliche Bedeutung

Ein möglicher Anreiz für die Akteure ist das Preisgeld: Der WM-Dritte erhält etwa 1,75 Millionen Euro mehr als der Vierte. Auch für wohlhabende Verbände wie die von Frankreich und England ist das eine nicht unerhebliche Summe. Zudem geht es für beide Teams um Prestige und einen versöhnlichen Turnierabschluss.

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Für Frankreich ist es das letzte Spiel unter Trainer Didier Deschamps, der nach 14 Jahren als Nationalcoach zurücktritt. „Es ist das Schönste, was mir passiert ist“, sagte Deschamps im Vorfeld. „Es hat 25 Jahre meines Lebens eingenommen, und das prägt einen. Es bleiben unvergessliche Erinnerungen.“ Der 57-Jährige führte Frankreich in zwei WM-Finals und holte 2018 den Titel. „Ich weiß, dass morgen der Vorhang fällt. Hier wird niemand weinen, aber die französische Nationalmannschaft wird mir fehlen“, fügte er hinzu.

Tuchel will mit England positiven Abschluss

Auf der anderen Seite steht Thomas Tuchel, der mit England einen positiven Abschluss erreichen will. Nach dem späten 1:2-Aus gegen Argentinien und Lionel Messi hatte Tuchel viel Kritik einstecken müssen, weil er nach dem Führungstor zu früh auf Defensive umgestellt haben soll. „Keiner unserer Spieler und keiner der französischen Spieler will dieses Spiel bestreiten“, sagte Tuchel dennoch. Aus Stimmungsgründen wäre es vielleicht besser, wenn er trotzdem gewinnt.

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