Die FIFA plant, die Kommerzialisierungsrechte an der Fußball-Weltmeisterschaft teilweise an private Investoren zu verkaufen. Der Deal soll über die Firma von Joshua Kushner, dem Schwiegersohn von Donald Trump, abgewickelt werden. White-House-Reporterin Sophia Cai sagte im Gespräch mit Thomas Kausch, dass der Verkauf wahrscheinlich wirklich passieren wird.
Hintergrund des Deals
Die FIFA hat in den letzten Jahren wiederholt versucht, neue Einnahmequellen zu erschließen. Der Verkauf von Kommerzialisierungsrechten an der WM ist ein heikles Thema, da der Weltverband bereits in der Vergangenheit wegen Korruptionsskandalen in der Kritik stand. Die Einbindung von Joshua Kushner, einem Investor und Trump-Vertrauten, sorgt nun für zusätzliche Diskussionen.
Sophia Cai, die für BILD aus dem Weißen Haus berichtet, erklärte: „Der Deal wird wahrscheinlich wirklich passieren. Es gibt bereits konkrete Verhandlungen, und die FIFA scheint entschlossen, diesen Weg zu gehen.“ Sie betonte, dass Kushner als Vermittler auftrete und von der Trump-Administration unterstützt werde.
Reaktionen und Auswirkungen
Kritiker befürchten, dass der Verkauf die Unabhängigkeit der FIFA gefährden könnte. Die Organisation hat sich in der Vergangenheit immer als gemeinnützig und unpolitisch präsentiert. Ein Einstieg privater Investoren, noch dazu mit Verbindungen ins Weiße Haus, könnte dieses Image beschädigen.
Befürworter hingegen sehen in dem Deal eine Chance für die FIFA, neue Finanzierungsmodelle zu erschließen. Die WM generiert Milliardenumsätze, doch die FIFA steht unter Druck, ihre Einnahmen zu steigern. Der Verkauf von Rechten könnte langfristige finanzielle Stabilität bringen.
Joshua Kushner ist kein Unbekannter im Sportbusiness. Er ist Mitgründer der Investmentfirma Thrive Capital und hat bereits in verschiedene Sportunternehmen investiert. Seine Ehe mit Ivanka Trump, der Tochter des ehemaligen US-Präsidenten, macht ihn zu einer politisch sensiblen Figur.
Zukunft der WM-Rechte
Es bleibt abzuwarten, ob der Verkauf tatsächlich zustande kommt. Die FIFA hat noch keine offizielle Stellungnahme abgegeben, und auch Kushner selbst hat sich bislang nicht geäußert. Sollte der Deal jedoch wie geplant durchgeführt werden, wäre dies ein Präzedenzfall für die Kommerzialisierung von Sportgroßereignissen.
Die Diskussion um den Verkauf der WM-Rechte zeigt, dass Fußball und Politik immer enger verwoben sind. Die FIFA muss sich entscheiden, ob sie den Weg der Privatisierung weitergehen will – und welche Rolle dabei Persönlichkeiten wie Joshua Kushner spielen sollen.



