Klare Worte vom Barça-Coach: Hansi Flick (61) hat sich nach der umstrittenen Aktion von Supertalent Lamine Yamal (18) deutlich positioniert. Der Trainer geht auf Distanz und gibt seinem Youngstar einen Rüffel mit. Auslöser war die ausgelassene Meister-Party des FC Barcelona, bei der Yamal auf dem offenen Bus eine große Palästina-Flagge schwenkte – ein politisches Statement vor Hunderttausenden Fans und laufenden Kameras.
Der 18-Jährige, für den die Saison auf Vereinsebene wegen einer Verletzung des hinteren Oberschenkelmuskels im linken Bein bereits beendet ist, ist ein gläubiger Muslim. Flick machte nun klar, was er von der Aktion hält: „Mir gefällt sowas nicht“, sagte der frühere Bundestrainer auf der Pressekonferenz vor dem Liga-Spiel bei Deportivo Alavés. Und weiter: „Wir spielen Fußball, um die Leute glücklich zu machen. Das ist das Erste, was wir tun müssen.“
Yamal trägt die Verantwortung für seine Aussagen
Der Barça-Trainer betonte jedoch, dass es kein Verbot gab. „Ich habe mit ihm gesprochen und ihm gesagt: Wenn er das machen will, ist es seine Entscheidung. Er ist alt genug, 18 Jahre alt“, so Flick. Yamal ist volljährig und trägt die Verantwortung für seine Aussagen selbst.
Die Szene sorgt für Diskussionen weit über Spanien hinaus. Während Flick eher zurückhaltend reagiert, feiern viele Fans im Netz Yamals Aktion als mutiges Zeichen. Auch Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez stellte sich hinter den Jungstar und betonte: „Palästina hat jedes Recht zu existieren.“
Meisterfeier mit politischen Tönen
Die Meisterfeier selbst war gigantisch: Rund 750.000 Menschen säumten laut Polizei die Straßen Barcelonas, als die Mannschaft nach dem vorzeitigen Titelgewinn durch die Stadt zog. Barça hatte sich den Titel bereits am Sonntag mit einem 2:0 im Clásico gegen Real Madrid gesichert. Doch statt nur Jubel und Ekstase gibt es jetzt auch politische Töne rund um den Triumph. Die Diskussion um Yamals Flaggen-Aktion zeigt, wie sehr Fußball und Politik miteinander verwoben sein können.



