Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA wirft ihre Schatten voraus – und das Stimmungsbild ist zwiespältig. Während in der Hauptstadt Washington D.C. die Fußballbegeisterung überschaubar bleibt, herrscht in San Diego an der Westküste eine ganz andere Dynamik. Ein doppeltes Public-Viewing an beiden Küsten offenbart die unterschiedliche Fußballkultur in den Vereinigten Staaten.
Washington D.C.: Ein Meer aus Flaggen, aber wenig Fußballfieber
In der US-Hauptstadt versammeln sich zwar viele Menschen in den Fanzonen, doch die Stimmung ist verhalten. Die meisten Besucher tragen amerikanische Flaggen, weniger die Trikots der Nationalmannschaft. Viele sind Touristen oder Familien, die das Event eher als Volksfest denn als sportliches Großereignis betrachten. Die Begeisterung für Fußball hält sich in Grenzen – American Football und Basketball dominieren weiterhin die Sportkultur.
San Diego: Begeisterung trotz fehlender Tradition
Ganz anders sieht es in San Diego aus. Hier ist die Stimmung ausgelassen, die Fans feiern und fiebern mit. Trotz der Tatsache, dass Fußball in den USA nicht zu den Top-Sportarten zählt, ist die Begeisterung spürbar. Viele Zuschauer sind Einwanderer oder deren Nachkommen, die den Fußball aus ihren Heimatländern kennen. Die Public-Viewing-Zonen sind gut besucht, und die Menschen zeigen ihre Unterstützung für die US-Mannschaft.
Ein geteiltes Land
Die WM in den USA zeigt ein gespaltenes Land: Während an der Ostküste die Fußballbegeisterung eher verhalten ist, ist sie an der Westküste deutlich ausgeprägter. Dies spiegelt die kulturellen Unterschiede innerhalb der USA wider. Ob die USA tatsächlich ein „Sommermärchen“ erleben können, bleibt abzuwarten. Fest steht: Die WM ist ein Großereignis, das die Menschen zusammenbringt – auch wenn die Liebe zum Fußball nicht überall gleich stark ist.



