Queiroz kritisiert VAR scharf nach torlosem Remis
Ghanas Nationaltrainer Carlos Queiroz hat nach dem 0:0 gegen England bei der Fußball-Weltmeisterschaft heftige Kritik am Videoschiedsrichter geübt. Der 73-jährige Portugiese unterstellte dem VAR, in einer entscheidenden Szene des Spiels nicht aufgepasst zu haben. „Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte“, sagte Queiroz auf der Pressekonferenz nach der Partie.
Die umstrittene Szene ereignete sich in der 80. Minute, als Englands Verteidiger Ezri Konsa den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abhielt. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen jedoch nicht an, was bei Queiroz für große Verärgerung sorgte. „Wir hatten unsere Chancen, bis zu dem Punkt, an dem sie Glück hatten. Sehr viel Glück“, fügte er hinzu. „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert. Haben wir den Videobeweis überhaupt noch? Funktioniert er noch?“
Bellingham beruhigt England-Fans nach enttäuschendem Remis
Jude Bellingham hat nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Ghana an die englischen Fans appelliert, nicht in Panik zu verfallen. „Kein Stress, kein Drama. Meine Botschaft an alle ist, positiv zu bleiben und die gute Euphorie weiter aufrechtzuerhalten. Es ist nicht das Ende der Welt. Wir haben vier Punkte und sind in einer guten Position“, sagte der Offensivspieler. Die Three Lions gehen als Gruppenerster in den abschließenden Spieltag und sind klarer Favorit gegen Panama, doch das torlose Remis hinterließ einen faden Beigeschmack. Auf die Frage nach negativen Reaktionen in sozialen Medien antwortete Bellingham: „Wir versuchen es, so gut wie möglich zu ignorieren.“
US-Regierung lockert Reiseauflagen für Irans WM-Team
Die US-Regierung hat die Reisebeschränkungen für die iranische Nationalmannschaft gelockert. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten am Freitag in Seattle darf das Team bereits zwei Tage vor der Partie einreisen, teilte das Heimatschutzministerium mit. Bei den ersten beiden Spielen in Los Angeles war die Einreise erst innerhalb von 24 Stunden vor Anpfiff gestattet worden. Die Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel bleibt jedoch bestehen. „Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen“, erklärte ein DHS-Sprecher.
Deschamps reist nach Tod der Mutter ab
Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps wird nicht beim nächsten WM-Spiel gegen Norwegen dabei sein, nachdem seine Mutter gestorben ist. Der französische Fußball-Verband gab bekannt, dass Deschamps nach Frankreich zurückkehrt, um an der Beerdigung teilzunehmen. Assistent Guy Stéphan übernimmt die Verantwortung bis zu seiner Rückkehr. Deschamps ist seit 2012 Nationalcoach und holte 2018 den WM-Titel.
Leweling erhält Trikot von Ronaldo nach Frisuren-Scherz
Jamie Leweling hat nach seinem Frisuren-Scherz von Brasiliens einstigem Topstürmer Ronaldo ein Trikot mit persönlicher Widmung geschenkt bekommen. Der Stuttgarter hatte vor der WM sein Profilbild mit einer Ronaldo-Frisur aus dem Jahr 2002 versehen. „Jeder hat mitbekommen, ich habe mein Profilbild geändert vor der WM, ja diese Ronaldo-Frisur. Es war eigentlich ein Spaß. Aber mittlerweile hat es so viel Aufmerksamkeit bekommen, dass auch der echte Ronaldo mir ein Trikot geschenkt hat“, sagte Leweling. Er versprach: „Wenn wir das Finale gewinnen, dann mache ich mir die Frisur auf jeden Fall.“
Nagelsmanns starke Bilanz: Nur Vogts und Derwall besser
Julian Nagelsmann kommt vor dem Spiel gegen Ecuador auf einen Punkteschnitt von 2,14 als Bundestrainer. Nur Berti Vogts (2,18) und Jupp Derwall (2,15) haben eine bessere Bilanz. Helmut Schön folgt mit 2,10 Punkten auf Platz vier.
Kroatien siegt in Modrics 200. Länderspiel
Luka Modric feierte in seinem 200. Länderspiel einen wichtigen 1:0-Sieg gegen Panama. Joker Ante Budimir traf in der 54. Minute. Kroatien wahrt damit seine Chance auf den Einzug in die Zwischenrunde.
Kolumbien besiegt Kongo und zieht vorzeitig in K.o.-Runde ein
Daniel Muñoz traf zum 1:0-Sieg gegen die Demokratische Republik Kongo. Kolumbien steht mit sechs Punkten bereits im Sechzehntelfinale. Luis Díaz und seine Teamkollegen waren zuvor an Kongos Torwart Lionel Mpasi fast verzweifelt.



