Gladbachs Krise vertieft sich: Ginter beschert Freiburg Heimsieg
Die Sorgenfalten bei Borussia Mönchengladbach werden immer tiefer. Beim SC Freiburg unterlag die Mannschaft von Trainer Eugen Polanski mit 1:2 (0:1) und wartet nun bereits seit sieben Spielen auf einen Sieg. Ausgerechnet der langjährige Gladbacher Matthias Ginter vergrößerte die Krise seines ehemaligen Vereins mit einem artistischen Treffer.
Abstiegsgefahr wächst kontinuierlich
Als Tabellenvierzehnter befindet sich die Fohlenelf in zunehmender Abstiegsgefahr. Zwar enteilte die direkte Konkurrenz den Gladbachern am Wochenende nicht, doch die Punkteausbeute bleibt alarmierend niedrig. „Wir müssen dringend die Trendwende schaffen“, hatte Polanski vor dem Spiel gefordert, doch in Freiburg gelang dies erneut nicht.
Ginters artistischer Treffer und zurückhaltende Reaktion
Der ehemalige Gladbacher Matthias Ginter brachte die Breisgauer in der 38. Minute mit seinem ersten Saisontor in Führung. Nach einem langen Einwurf versenkte der Abwehrspieler den Ball im Rückwärtsfallen. Auffällig war Ginters zurückhaltende Reaktion: Statt ausgiebig zu jubeln, hob der Fünfjahres-Gladbacher entschuldigend die Hände.
Igor Matanović erhöhte in der 74. Minute auf 2:0, bevor Haris Tabaković fünf Minuten vor Schluss noch den Anschlusstreffer für Gladbach erzielte. Für eine Aufholjagd reichte diese späte Reaktion jedoch nicht mehr aus.
Polanskis Forderungen nicht umgesetzt
Nach der 0:3-Pleite bei Eintracht Frankfurt hatte Polanski mehr Qualität in beiden Strafräumen gefordert. „Ich habe gesagt, dass wir in beiden Strafräumen qualitativ schlechter waren am Wochenende. Das wollen wir heute ändern und besser sein“, erklärte der Trainer vor dem Spiel bei DAZN.
In Freiburg forderte er zusätzlich „Ruhe“ im Angriff und „in der eigenen Box Konsequenz“. Während die Defensive zunächst halbwegs standhielt, mangelte es im Angriffsspiel deutlich an Mut und Durchschlagskraft. Tabaković vergab kurz vor der Halbzeit die bis dahin beste Gladbacher Chance aus wenigen Metern.
Freiburg nutzt Chancen effektiv
Die Breisgauer kontrollierten das Spielgeschehen über weite Strecken und nutzten ihre Chancen effizient. Gladbachs Torhüter Moritz Nicolas verhinderte in der 63. Minute mit einer Fußabwehr noch das 0:2 gegen den völlig freistehenden Jan-Niklas Beste, konnte aber elf Minuten später nichts gegen Matanovićs Treffer ausrichten.
Durch den Sieg verkürzte Freiburg den Abstand auf die Europapokalplätze auf sechs Punkte und überholte in der Tabelle Eintracht Frankfurt. Für Gladbach hingegen wird die Luft im Abstiegskampf immer dünner. Polanskis Dreifachwechsel in der zweiten Halbzeit brachten zwar mehr Laufbereitschaft, aber weiterhin zu wenig gefährliche Torchancen.
Perspektiven für beide Mannschaften
Während Freiburg mit dem Sieg den Anschluss an die Europapokalränge hält, muss Gladbach dringend die Trendwende finden. Die sieben Spiele ohne Sieg belasten das Team zunehmend, und die Abstiegsgefahr wird mit jedem weiteren punktlosen Spiel konkreter. Die kommenden Begegnungen werden zeigen, ob Polanskis Mannschaft die Qualität für den Klassenerhalt tatsächlich besitzt.



