Manuel Gräfe, ehemaliger FIFA-Schiedsrichter und BILD-WM-Experte, hat die Leistungen der Unparteiischen bei der Weltmeisterschaft 2026 scharf kritisiert. Besonders drei Szenen aus den Spielen von England und Österreich bezeichnete er als „absurd“.
England-Spiel: Zwei strittige Entscheidungen
Im Spiel der englischen Nationalmannschaft unter Trainer Thomas Tuchel sorgten zwei Schiedsrichterentscheidungen für Aufsehen. Gräfe bemängelte, dass in beiden Fällen der Video Assistant Referee (VAR) nicht korrekt eingegriffen habe. „Wie kann das kein Elfer sein? Das ist absurd!“, so Gräfe in seiner Analyse. Konkret ging es um zwei vermeintliche Foulspiele im Strafraum, die der Schiedsrichter nicht ahndete und der VAR nicht korrigierte.
Österreich-Spiel: Rote Karte und VAR-Chaos
Auch im Spiel der österreichischen Nationalmannschaft gab es eine umstrittene Szene. Gräfe kritisierte eine Entscheidung, die zu einer Roten Karte führte. „Die Regelauslegung war hier nicht nachvollziehbar. Der VAR hätte eingreifen müssen“, erklärte der 51-Jährige. Die Szene sorgte für Diskussionen, da sie möglicherweise auf eine bevorstehende Regeländerung hindeutet. Gräfe äußerte die Theorie, dass das VAR-Chaos zu einer Anpassung der Regeln führen könnte.
Gräfe: „Gesundheit der Spieler gefährdet“
Neben den konkreten Entscheidungen kritisierte Gräfe auch die generelle Linie der Schiedsrichter bei dieser WM. Er warf dem Schiedsrichterchef Pierluigi Collina vor, die Gesundheit der Spieler zu gefährden. „Es geht um die Gesundheit der WM-Stars. Wenn Fouls nicht geahndet werden, wird das Spiel härter“, warnte Gräfe.
BILD-WM-Schiri: Messi-Tritt als Rache-Aktion
In einem weiteren Video analysierte Gräfe eine Szene aus dem Argentinien-Spiel, in der Lionel Messi einen englischen Spieler trat. Gräfe deutete dies als „Rache-Aktion“ für vorangegangene Fouls. Die Szene sei ein weiteres Beispiel für die nachlassende Kontrolle der Schiedsrichter.
Ausblick: Regeländerung durch VAR-Chaos?
Gräfe forderte Konsequenzen aus den jüngsten Vorfällen. „Die VAR-Entscheidungen müssen konsistenter werden. Sonst verliert der Fußball seine Glaubwürdigkeit“, so der Experte. Er rechnet mit einer Regeländerung noch während der laufenden WM, um die Diskussionen zu beenden.



