Erling Haaland hat Norwegen mit einer erneuten Torgala ins WM-Achtelfinale geführt. Beim 3:2 (1:0)-Sieg gegen Senegal traf der Stürmerstar von Manchester City doppelt und sorgte damit für den vorzeitigen Einzug in die K.o.-Runde. Nach dem Abpfiff feierte die Mannschaft mit den Fans den sogenannten Rudel-Jubel – eine Ruderbewegung, die Haaland und Kapitän Martin Ödegaard vor dem Spiel verabredet hatten. „Es sei der perfekte Moment dafür gewesen“, sagte Haaland.
Haalands überraschende Prognose
Mit nun 59 Toren in 52 Länderspielen ist Haaland der unangefochtene Star des Teams. Bereits im ersten Gruppenspiel gegen den Irak (4:1) hatte er zweimal getroffen. Insgesamt erzielte er in zwölf Pflichtspielen in Serie für Norwegen Treffer. „Ich bin super stolz auf diese Mannschaft“, erklärte der 22-Jährige.
Am Freitag trifft Norwegen auf Frankreich. Sollten die Skandinavier den zweimaligen Weltmeister bezwingen, würden sie die Vorrunde als Gruppenerster abschließen. Haaland zeigte sich jedoch bescheiden: „Wahrscheinlich gewinnen sie gegen uns. Wahrscheinlich gewinnen sie das ganze Turnier.“ Ob dies eine ehrliche Einschätzung oder Understatement war, ließ er offen.
Royaler Besuch und ein verliebter Trainer
Unter den Zuschauern in East Rutherford befanden sich Norwegens Erbprinzessin Ingrid Alexandra und Prinz Sverre Magnus. Sie fieberten mit dem Team mit. Trainer Stale Solbakken, früher Coach des 1. FC Köln, stürmte nach dem Abpfiff zu seiner Frau, umarmte und küsste sie. „Pure Liebe“, erklärte der 58-Jährige. „Fantastisch“ seien auch die Fans, die das Rudern begeistert mitmachten.
Dortmunds Ryerson verletzt sich
Getrübt wurde die Freude durch den verletzungsbedingten Ausfall von Julian Ryerson. Der BVB-Profi musste mit einem dicken Eisbeutel am Oberschenkel von der Seitenlinie zusehen. Er wurde durch Marcus Pedersen ersetzt, der das 1:0 erzielte. Senegal droht nach der zweiten Niederlage das frühe Aus. Ismaila Sarr traf doppelt für die Westafrikaner, die wie gegen Frankreich (1:3) ohne Punkt blieben.



