Kai Havertz will für Verteidiger ein Gespenst sein
Havertz will für Verteidiger ein Gespenst sein

Kai Havertz sieht Deniz Undav nicht als Konkurrenten im Kampf um einen Platz in der Startelf der deutschen Nationalmannschaft. „Überhaupt nicht. Ich schätze es sehr, dass er hier ist. Wir haben Deniz gebraucht, zuletzt gegen die Elfenbeinküste, da hat er uns zum Sieg geschossen“, sagte der 27-jährige Offensivspieler in einem Interview der „Zeit“. Beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag (22.00 Uhr/ARD und MagentaTV) im Endspielstadion von East Rutherford spricht einiges dafür, dass Havertz eine Pause bekommen könnte. Bundestrainer Julian Nagelsmann könnte Undav, der zuletzt doppelt beim 2:1 gegen die Elfenbeinküste traf, in die Startelf bringen. „Wir können ja auch gut zusammenspielen. Ich hinter oder neben ihm. Ich freue mich für jeden Mitspieler, der liefert. Wir sind eine Mannschaft“, betonte Havertz.

Havertz als Führungsspieler

Der Arsenal-Stürmer, der mit seinem Klub das Champions-League-Finale erreichte, ist bei Nagelsmann gesetzt und trägt als Vizekapitän eine Führungsrolle. „Ich bin keiner, der vor dem Spiel rumschreit. Es gibt bei uns andere, die das Wort führen, Joshua Kimmich, Antonio Rüdiger, auch Pascal Groß“, erklärte er. „Sie sind alle über 30. Ich sehe mich eher in der Altersgruppe von Florian Wirtz und Jamal Musiala. Ich will aber auch in Momenten, in denen es nicht läuft, vorangehen.“

Vergleich zu Kroos und Gündogan

Da Havertz in der Premier League spielt, steht er bei den deutschen Fans weniger im Fokus als Bundesliga-Profis. Warum er in seiner Heimat unterschätzt werde? „Wahrscheinlich, weil ich nicht in der Bundesliga spiele. Auch bei Toni Kroos und Ilkay Gündogan, die über Jahre im Ausland spielten, war das zeitweise der Fall“, sagte der frühere Leverkusener. „Über mich heißt es oft: 'Der Havertz hat wieder kein Tor gemacht! Und wenn ich dann eins schieße, sagt man: Ja, muss er ja auch, wurde aber auch Zeit!' Ich nehme das niemandem übel.“ Havertz war im Champions-League-Finale 2021 mit dem FC Chelsea der Siegtorschütze und traf auch in diesem Jahr für Arsenal gegen Paris Saint-Germain im verlorenen Endspiel.

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Strategie: Ein Gespenst für Verteidiger

Auf der Jagd nach Toren hat Havertz seine eigene Strategie. „Die Verteidiger sollen nie wissen, wo ich bin, wohin ich will, was ich vorhabe, wo ich wann sein werde. Das ist für sie am schlimmsten. Ich versuche, für Verteidiger ein Gespenst zu sein“, beschrieb er seinen Spielstil. (dpa)

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