Im Mai und Juni ist Schwarmzeit für Bienen. In Arnstein (Unterfranken) versammelten sich rund 15.000 Bienen in einer privaten Hecke, um eine neue Behausung zu suchen. Imker Thomas Gerhard wurde über das „Schwarm-Handy“ des Imkervereins Würzburg gerufen, um das Volk umzusiedeln. Der Schwarm wog etwa 1,5 Kilogramm.
Das „Schwarm-Handy“ ist ein Hilfsangebot vieler lokaler Imkervereine, wie Inga Klingner vom Landesverband Bayerischer Imker erklärt. Bürger können sich melden, wenn sie einen herrenlosen Schwarm entdecken. Grundsätzlich darf jeder einen Schwarm einfangen, und Imker dürfen laut Bürgerlichem Gesetzbuch fremde Grundstücke betreten, um ihn zu verfolgen.
Karin Schmidt von der Bayerischen Imkervereinigung rät, einen Bienenschwarm immer zu melden – bei Polizei, Ämtern oder einem Imkerverein. Die Überlebensrate von Bienen ohne Imkerbetreuung liege nur bei zehn Prozent, unter anderem wegen der Asiatischen Hornisse, die sich in Bayern ausbreitet.
Gerhard fing den Schwarm mit einer Bienenkiste ein. Er betont, dass Bienen in Schwärmen normalerweise nicht stechen, da sie keinen Stock verteidigen. Experten raten, Ruhe zu bewahren, zwei bis drei Meter Abstand zu halten und nicht zu rasenmähen, zu grillen oder zu rauchen. Bei Bedarf kann der Schwarm sanft mit Wasser besprüht werden, um ihn am Weiterfliegen zu hindern.
Die Zahl der Imker in Bayern steigt: 2023 gab es 42.000 Imker in den Landesverbänden. Imker achten auf die Gesundheit der Bienen, um Krankheiten zu vermeiden. Trotzdem kann es vorkommen, dass ein Schwarm weiterzieht, bis er erneut entdeckt wird.



