Hertha BSC: Eine WM der verpassten Chancen und Erinnerungen
Hertha BSC: Eine WM der verpassten Chancen

Meinung Kolumne Immer Hertha: Für eine tolle WM brauchen die Fans von Hertha BSC ein gutes Gedächtnis. Berlin. Das Gigaturnier in Amerika führt dem Hauptstadtklub die eigene Verzwergung vor Augen. Doch es gibt einen Trost für den blau-weißen Anhang. Ein Kommentar von Paul Gorgas, Sport-Redakteur.

18.06.2026, 06:01 Uhr. Bevorzuge uns auf Google. Algeriens Ibrahim Maza (l.), früher aktiv für Hertha BSC, im Zweikampf mit Argentinien-Legende Lionel Messi. © imago/Agencia EFE | IMAGO/JUAN IGNACIO RONCORONI

Die verpasste WM-Bühne

Während die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko die größten Fußballstars präsentiert, blickt Hertha BSC neidisch auf die Bühne, die ihnen verwehrt bleibt. Der Hauptstadtklub, einst stolzer Teil der Bundesliga, kämpft im Unterhaus um Anschluss. Die WM zeigt gnadenlos, wie weit der Weg zurück nach oben ist. Spieler wie Ibrahim Maza, einst im Hertha-Trikot aktiv, stehen nun im Rampenlicht – aber für Algerien, nicht für Blau-Weiß.

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Trost in der Erinnerung

Doch es gibt Hoffnung für die Fans. Die Vergangenheit hält Momente bereit, die keine noch so große Gegenwart überschreiben kann. Wer sich an die glorreichen Zeiten erinnert – an Derbysiege, Europapokalnächte oder den legendären Aufstieg –, der findet Trost. Die WM mag die Gegenwart dominieren, aber die Geschichte von Hertha BSC lebt in den Herzen weiter. Vielleicht ist genau das der Schlüssel: Nicht nach vorne schielen, sondern den Blick zurück genießen.

Die Verzwergung ist schmerzhaft, aber nicht das Ende. Hertha BSC bleibt ein Klub mit Seele, und solange die Fans ihre Erinnerungen pflegen, ist die WM nur ein fernes Spektakel. Die Zukunft mag ungewiss sein, aber die Vergangenheit ist unvergänglich. Das ist der Trost für den blau-weißen Anhang.

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