Hildebrand verteidigt Neuer nach WM-Pleite: „Kotzt mich an“
Hildebrand verteidigt Neuer: „Kotzt mich an“

Ex-Nationaltorwart Timo Hildebrand (47) hat Manuel Neuer (40) nach der 1:2-Pleite der deutschen Nationalmannschaft gegen Ecuador bei der WM in Schutz genommen und dabei knallhart mit Fans und Medien abgerechnet. In einem Instagram-Video wütete der frühere Stuttgart-Keeper: „Jeder sucht wieder einen Schuldigen für das Spiel gestern. Ich lese ‚Torwart-Patzer von Neuer‘ oder ‚Torwartfehler‘. Ich sage es euch, ihr habt alle keine Ahnung. Und es kotzt mich extrem an.“

Hildebrand: Nicht Neuer ist der Hauptschuldige

Hildebrand, der selbst sieben Länderspiele absolvierte und zum deutschen WM-Kader 2006 gehörte, sieht die Verantwortung für das Gegentor nicht bei Neuer. „Davor verliert David Raum das Kopfballduell. Jamal Musiala lässt sich wie ein Schuljunge wegschubsen und Jonathan Tah steht falsch. Darüber redet niemand. Alle hacken wieder auf Manuel Neuer rum“, sagte er. Besonders die Kehrtwende vieler Fans kann er nicht nachvollziehen: „Davor haben ihn noch alle als WM-Torwart gefordert. Bei so einer schnellen Szene entscheidet er sich, den Ball zu fangen, und sieht den Spieler einfach nicht.“

Klartext an Medien und Fans

Hildebrand wurde noch deutlicher: „Medien und Fans: Ihr habt einfach keine Ahnung, weil ihr nie im Tor gestanden habt. Lasst Manuel Neuer in Ruhe und schreibt lieber über die drei Spieler, die zuvor den Fehler gemacht haben. Und jetzt soll Manuel Neuer der Depp sein. Es kotzt mich richtig an.“ Auch unter seinem Video legte er nach: „Ihr habt keine Ahnung! Grüße gehen raus an all die Super-Experten da draußen. Es triggert mich hart!“

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Neuer selbst weist Vorwürfe zurück

Manuel Neuer selbst hatte die Kritik ebenfalls zurückgewiesen. Der Weltmeister von 2014 sagte über die Szene: „Nein, es war kein Torwartfehler. Weil das eine ganz normale Kopfballverlängerung ist und ich dann versuche, den Ball zu fangen. Also eine ganz normale Situation. Jeder Torwart, der schon mal gespielt hat, der weiß, dass ich mich so zu dem Ball hinstellen und den versuchen muss, auch so zu fangen.“

Für Neuer läuft die WM bislang nicht nach Plan. Der DFB-Kapitän kassierte im Turnier bereits vier Gegentore – und damit sogar mehr, als er Schüsse auf sein Tor abwehrte. Bislang stehen nur drei Paraden in seiner Statistik.

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