Die Bayern in Top-Form, doch Hoeneß hat finanzielle Sorgen
Der FC Bayern München befindet sich aktuell in herausragender Verfassung und peilt in dieser Saison den Triple-Erfolg an: die Meisterschaft, den DFB-Pokal und die Champions League. Im europäischen Königsklasse-Viertelfinale wartet das Spitzenduell gegen Real Madrid am 7. und 15. April. Dass die Münchner in dieser Spielzeit so erfolgreich agieren, ist maßgeblich zwei Personen zu verdanken: Trainer Vincent Kompany (39) und Stürmer Harry Kane (32).
Kompany formt die Baller-Bayern, Kane trifft unaufhaltsam
Der belgische Trainer hat aus einem verkleinerten Star-Kader eine wahre Tormaschine geschmiedet. In 42 Saisonspielen erzielten die Bayern beeindruckende 143 Treffer, was einem Schnitt von 3,4 Toren pro Partie entspricht. Der englische Super-Stürmer Harry Kane steuerte dazu persönlich 48 Tore in 40 Einsätzen bei. Angesichts dieser herausragenden Leistungen will der deutsche Rekordmeister unbedingt eine Vertragsverlängerung mit dem Kapitän der englischen Nationalmannschaft erreichen, dessen aktueller Vertrag bis Sommer 2027 läuft.
Bayern-Patron Uli Hoeneß (74) betont regelmäßig öffentlich, wie wichtig ihm der Verbleib des 2023 für 100 Millionen Euro von Tottenham Hotspur verpflichteten Stürmers ist. Im kicker erneuerte er nun diesen Wunsch: „Das wäre ein Traum. Er hat seine Ausstiegsklausel nicht wahrgenommen, das heißt schon mal, dass er auf jeden Fall bis Sommer 2027 hier unter Vertrag ist. Was ich höre und spüre: dass er und seine Familie sich hier extrem wohlfühlen.“
Die finanzielle Bedrohung aus dem Orient
Doch Hoeneß hegt eine konkrete Befürchtung, die den Verbleib des Torjägers gefährden könnte. Beim Thema Finanzen äußert der Ehrenpräsident des FC Bayern: „Aber man weiß nie, wenn ein Saudi kommt und das dicke Geld auf den Tisch legt …“ Damit spielt Hoeneß auf Klubs aus Saudi-Arabien wie beispielsweise Al Nassr an, der über immense finanzielle Ressourcen verfügt und Kane mit einem Mega-Angebot locken könnte.
Der Stürmer verdient aktuell rund 25 Millionen Euro pro Jahr in München. Gegenüber den scheinbar unbegrenzten Budgets arabischer Investoren könnte der deutsche Rekordmeister finanziell nicht mithalten. Die Bayern setzen daher auf andere Argumente: die sportliche Titelperspektive und den Wohlfühlfaktor für Kane und seine Familie in der bayerischen Landeshauptstadt.
Kompany ebenfalls im Visier finanzstarker Klubs
Die Sorge vor Abwerbeversuchen betrifft nicht nur den Top-Stürmer, sondern auch den erfolgreichen Trainer. Hoeneß erklärt dazu: „Naja, es gibt schon Klubs, die mit Geld locken können, die kennen den Unterschied zwischen brutto und netto nicht mehr. Wegen einer Million mehr wechseln Top-Stars und Top-Trainer nicht zwingend, bei fünf oder zehn mehr schon. Und: In anderen Ländern gibt es wenig bis keine Steuern, in Deutschland muss man alles mal zwei rechnen.“
Als besonders gefährlicher Konkurrent gilt Manchester City. Sollte Pep Guardiola (55) bei den Skyblues aufhören, wäre Kompany mit seinen Bayern-Erfolgen und seiner dreijährigen Erfahrung als City-Kapitän unter Guardiola eine ideale Nachfolgelösung. Der englische Klub gehört seit 2008 mehrheitlich Scheich Mansour bin Zayid Al Nahyan (55), einem Mitglied der Herrscherfamilie von Abu Dhabi.
Vertrauensvorschuss für Kompany bis 2029
Um Abwerbeversuche aus England bereits im Vorfeld abzuwehren, haben die Bayern-Verantwortlichen den Vertrag mit Vincent Kompany vorzeitig bis Sommer 2029 verlängert. Hoeneß erläutert die Beweggründe für diese Entscheidung: „Das war ein unglaublicher Vertrauensvorschuss! Es war vor allem Überzeugung, das andere ein kleiner Hintergedanke. Wir wollten zum Ausdruck bringen, dass wir von seiner Arbeit total überzeugt sind und er ein Trainer ist, der die Leute hier lange begeistern kann.“
Die Münchner setzen somit nicht nur auf sportliche Argumente, sondern auch auf das volle Vertrauen in den Trainer als überzeugenden Faktor für dessen Verbleib. In einer Zeit, in der finanzstarke Klubs aus dem Nahen Osten und England mit Millionenangeboten locken, wird dieser Vertrauensbeweis zur wichtigen strategischen Entscheidung.



