Manchmal ist ein Dementi ja auch ein Indiz, dass an einem Gerücht etwas dran ist. Auch in diesem Fall? Seit Tagen gibt es Gerüchte um ein Interesse von 1899 Hoffenheim an Fast-WM-Fahrer Said El Mala (19). Auf „X“ reagierte nun zumindest einmal die Social-Media-Abteilung mit einem Wortspiel auf die dort kursierenden Spekulationen. „Said langer Zeit nicht mehr so eine Transfer-Ente gelesen“, schreibt die TSG in ihrem offiziellen „X“-Account. Dabei repostet 1899 einen User, der sich um Gerüchte rund um den 1. FC Köln beschäftigt.
Hoffenheims Interesse an El Mala?
Auch der „Express“ hatte über ein mögliches Interesse der Hoffenheimer an El Mala berichtet. Wäre passend, denn TSG-Juwel Bazoumana Touré steht bei Manchester United ganz oben auf der Liste. Der 19-Jährige wäre quasi ein 1:1-Ersatz. Außerdem hätte El-Mala-Bruder Malek (21) in der 2. Mannschaft der TSG Spielpraxis sammeln können. Letzte Saison kickete er in der Zweitvertretung des 1. FC Köln in der Regionalliga West (10. Platz).
Die Hürden eines Transfers
Der Haken: Köln ruft wohl eine Ablöse von mindestens 50 Mio. Euro auf und Hoffenheim muss laut „kicker“ trotz Europa-League-Qualifikation ein Transferplus erzielen. Das spricht dann wohl klar gegen einen Transfer.
El Mala sagte Brentford ab
Erst Anfang Juni hatte El Mala dem FC Brentford abgesagt. Die Londoner waren bereit, 45 Mio. Euro plus Boni für den Stürmer auf den Tisch zu legen. Grund: Brentford, Tabellen-Neunter der Premier League, sei jetzt nicht der richtige Schritt für ihren Jungen.
Die Absage bedeutet nicht, dass El Mala jetzt in Köln bleibt. Zwar betonen die Bosse immer wieder, dass es dieses Szenario auch noch geben könnte. Die Chancen auf einen Verbleib des Mega-Talents sind aber gering. Das Transferfenster ist noch bis Ende August geöffnet. Neben Brentford gibt es weitere englische Top-Klubs (u.a. Newcastle), die den Kölner Dribbel-Künstler wollen. Zudem nimmt der Transfermarkt auf der Insel erst im August richtig Fahrt auf.
El Malas Aufstieg
El Mala war im Sommer nach einer Leihe zum Drittligisten Viktoria Köln zur Geißbock-Elf zurückgekehrt. Mit 13 Saisontoren rettete er den 1. FC Köln beinahe im Alleingang vor dem Abstieg. Nach der verletzungsbedingten WM-Absage von Bayern-Star Lennart Karl galt er auch als möglicher Nachrücke-Kandidat. Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) entschied sich allerdings für den Leipzig Assan Ouédraogo (20).



