Fielmann-Chef: Augenlasern ist ein Luxus für Reiche und kein Massengeschäft
Augenlasern ist Luxus für Reiche, sagt Fielmann-Chef

Der Vorstandsvorsitzende der Fielmann AG, Marc Fielmann, hat die zunehmende Popularität von Augenlaseroperationen relativiert. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur bezeichnete er den Eingriff als „Luxus für Reiche“. Die gesetzlichen Krankenkassen übernähmen die Kosten nicht, und die Preise lägen im Tausenderbereich. „Die Operationen kosten Tausende Euro, dafür können Sie sehr viele Brillen bei Fielmann kaufen“, sagte der 37-Jährige.

Keine Gefahr für das Kerngeschäft

Fielmann sieht die steigende Nachfrage nach Laser-OPs daher nicht als Bedrohung für das Geschäftsmodell seines Unternehmens. Fielmann selbst bietet solche Eingriffe nicht an. „Augenlasern ist ein Luxus für Reiche“, betonte der CEO. Die Auswirkungen auf das Brillengeschäft seien vernachlässigbar. Er verwies darauf, dass viele Menschen trotz einer Operation im Alter aufgrund von Altersweitsichtigkeit dennoch eine Lesebrille benötigen.

Altersweitsichtigkeit bleibt bestehen

Augenärzte trügen selbst häufig Brillen, so Fielmann. Gleichzeitig räumte er ein, dass Laseroperationen in bestimmten Fällen sinnvoll seien – etwa bei starker Kurzsichtigkeit. „Wenn Sie mit minus acht Dioptrien aufstehen und Ihre Brille suchen müssen, dann kann Ihnen eine Laseroperation einen Gewinn an Lebensqualität bieten“, erklärte er.

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Fielmann: Drittgrößter Optiker weltweit

Marc Fielmann leitet das gleichnamige Unternehmen seit November 2019 allein. Nach eigenen Angaben ist Fielmann der drittgrößte Augenoptiker der Welt. Die erste Niederlassung eröffnete sein Vater Günther Fielmann 1972 in Cuxhaven. Inzwischen betreibt das Unternehmen rund 1.300 Geschäfte in Europa und den USA.

Zahlen zu Laser-OPs bleiben ungenau

Zuverlässige Zahlen zu refraktiven Operationen, zu denen auch Laseroperationen zählen, gibt es in Deutschland nicht. Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) schätzt die Zahl der Eingriffe jährlich auf etwa 150.000 bis 200.000. Diese Schätzung basiert auf Befragungen von Krankenhausabteilungen und Operationszentren, allerdings antwortet ein Großteil der Anbieter nicht.

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