Telefonbetrüger haben im Kreis Birkenfeld innerhalb von zwei Wochen mit ihrer Masche gleich viermal Bargeld, Gold und Schmuck erbeutet – in einem Gesamtwert von rund 310.000 Euro. In weiteren Fällen wurde der Betrug glücklicherweise erkannt. Die Polizei gibt nun Tipps, wie das gelingt.
Wie gehen die Täter vor?
Bei einer der bekanntesten Betrugsmaschen rufen die Täter an und erfinden einen angeblichen Autounfall eines Kindes oder Enkels des Opfers, bei dem eine Kaution fällig sei, um nicht ins Gefängnis zu müssen. Sie geben sich als Polizisten aus und bewegen ihre Opfer dazu, freiwillig die benötigte Summe auszuhändigen. Teilweise täuschen die Betrüger auch kostenintensive ärztliche Behandlungen von Angehörigen vor.
Im Schockmoment ihrer Opfer agieren die Täter oft hochprofessionell und psychologisch geschickt, warnt die Polizei. Unter enormem Druck würden die Opfer oft überrumpelt.
Wie kann ich mich schützen?
Die Polizei rät, bei einem Verdacht sofort aufzulegen, um durchzuatmen und sich neu zu sortieren. Hilfreich könne es zudem sein, eine vertraute Person zu kontaktieren. Im Verdachtsfall sollte zudem die echte Polizei kontaktiert werden.
Was sollte man nie machen?
Grundsätzlich weist die Polizei darauf hin, niemals Bargeld und Wertgegenstände an Fremde auszuhändigen. Auch Informationen über persönliche und finanzielle Verhältnisse sollten nicht weitergegeben werden.
Was gibt es noch für Tipps?
Um besser für einen Betrugsversuch gewappnet zu sein, könnten solche Anrufe gedanklich vorbereitet werden, rät die Polizei. Sie gibt außerdem den Tipp, innerhalb der Familie oder mit weiteren Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am Telefon zu vereinbaren.



