Städtetag fordert Mitsprache bei Galeria-Filialen
Städtetag fordert Mitsprache bei Galeria-Filialen

Der Deutsche Städtetag fordert die angeschlagene Warenhauskette Galeria auf, die betroffenen Kommunen in die aktuellen Gespräche über die Zukunft von 33 Filialen einzubeziehen. Christian Schuchardt, Hauptgeschäftsführer des Städtetags, betonte gegenüber den Zeitungen der Funke Mediengruppe, dass sich eine solche Einbindung bereits in der Vergangenheit bewährt habe, um passgenaue und individuelle Lösungen für die Standorte und die Beschäftigten zu finden. Jeder Standort stehe vor spezifischen Herausforderungen, die eine maßgeschneiderte Herangehensweise erforderten.

Warnung vor Abwärtsspirale für Innenstädte

Sollte es zu Filialschließungen kommen, verlangt Schuchardt zügige und schlüssige Nachnutzungskonzepte. Andernfalls drohe eine „Abwärtsspirale“ für die betroffenen Innenstädte, warnte er. Galeria hatte am Mittwoch angekündigt, 33 seiner 83 Standorte auf ihre Rentabilität zu prüfen und möglicherweise zu schließen. Der Konzern will unter anderem mit Vermietern über Mietkonditionen und Flächenanpassungen verhandeln.

Hintergrund: Dritte Insolvenz innerhalb von vier Jahren

Das Unternehmen mit rund 12.000 Beschäftigten hatte Anfang 2024 zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren Insolvenz angemeldet. Ursache war unter anderem die finanzielle Schieflage des damaligen Mutterkonzerns Signa. Bereits im Sommer 2024 wurden neun Standorte geschlossen. Seither gehört Galeria der US-Investmentgesellschaft NRDC und einer Beteiligungsfirma des Unternehmers Bernd Beetz.

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