Pentagon und Oracle unterzeichnen milliardenschweren Softwarevertrag
Das US-Verteidigungsministerium hat mit dem Softwarekonzern Oracle einen Vertrag im Wert von fast sieben Milliarden Dollar abgeschlossen. Die Laufzeit beträgt bis zu zehn Jahre. Wie das Pentagon am Donnerstag mitteilte, sollen die Lizenzen für die vor Ort genutzte Software des Konzerns in einem einzigen Vertrag gebündelt werden.
„Indem wir die Beschaffung von Oracle-Software grundlegend verbessern, sparen wir für den Steuerzahler mindestens 441 Millionen Dollar und können zugleich unsere kämpfenden Soldaten schnell und effektiv versorgen“, sagte die IT-Chefin des Pentagon, Kirsten Davies. Die Vereinbarung umfasst das gesamte Verteidigungsministerium sowie die US-Küstenwache und die Geheimdienste.
Aktienkurs von Oracle reagiert positiv
Die Aktie von Oracle stieg nachbörslich um zwei Prozent auf 122,40 Dollar. Bis zum Handelsschluss am Donnerstag hatte das Papier seit Jahresbeginn 38,4 Prozent an Wert verloren. Der Gründer von Oracle, der Milliardär Larry Ellison, pflegt eine enge Beziehung zu US-Präsident Donald Trump.
Ähnlicher Vertrag mit Microsoft im Mai
Bereits im Mai hatte das Büro von Davies einen ähnlichen Vertrag mit Microsoft über 9,69 Milliarden Dollar geschlossen. Der neue Oracle-Deal ist Teil einer Strategie des Pentagons, Softwarelizenzen zu konsolidieren und Kosten zu senken.
Der Vertrag mit Oracle soll die Effizienz steigern und die Interoperabilität zwischen den verschiedenen Zweigen des Verteidigungsministeriums verbessern. Die Einsparungen von 441 Millionen Dollar werden durch die Bündelung der Lizenzen und verbesserte Verhandlungsbedingungen erzielt.



