HSV-Vorstand fordert TV-Konferenz für Frauen-Bundesliga nach Männer-Vorbild
Der Finanzchef des Hamburger SV, Eric Huwer, hat einen innovativen Vorschlag zur Steigerung der Attraktivität der Frauen-Fußball-Bundesliga unterbreitet. In einem aktuellen Statement plädiert der 42-jährige Vorstand für die Einführung einer TV-Konferenz, die sich am erfolgreichen Modell der Männer-Bundesliga orientieren soll.
Konferenz als Erfolgsmodell adaptieren
Eric Huwer betonte in seinen Ausführungen: „Die Konferenz ist ein deutsches Erfolgsprodukt. Lass uns das für die Frauen nicht kopieren, sondern adaptieren.“ Sein konkreter Plan sieht vor, sechs Spiele der Frauen-Bundesliga sonntags um 15.30 Uhr in einer gemeinsamen Übertragung zu zeigen, ergänzt durch ein siebtes Top-Spiel zu einer alternativen Sendezeit.
Dieser Ansatz zielt darauf ab, die Sichtbarkeit des Frauen-Fußballs deutlich zu erhöhen und ein breiteres Publikum anzusprechen. In der Männer-Bundesliga hat sich die Spieltags-Konferenz am Samstag bereits seit Jahren etabliert, zunächst bei Sky und seit dieser Saison beim Streamingdienst DAZN.
Kritik an Zersplitterung der Spieltage
Huwer übte scharfe Kritik an der aktuellen Struktur der Spieltage in der Frauen-Bundesliga. Besonders die Ansetzungen von Partien am Montagabend um 18.30 Uhr stören den HSV-Vorstand erheblich. „Das ist schwierig für die Menschen, am Montagabend ins Stadion zu kommen“, erklärte er und fügte hinzu, dass solche Termine nicht dazu beitragen würden, mehr Fans für den Frauen-Fußball zu gewinnen.
Seine Position zu diesem Thema ist eindeutig: „Montagsspiele bringen keinen Mehrwert, machen aus TV-Vermarktungssicht auch keinen Sinn“. Huwer fordert eine schnelle Revision dieser Praxis, zumal die neuen Medienrechte im Herbst ausgeschrieben werden sollen.
Ziel: Interesse am Frauen-Fußball steigern
Der Vorstoß des HSV-Finanzchefs ist Teil einer größeren Initiative, das Interesse an der Frauen-Bundesliga nachhaltig zu erhöhen. Durch eine gebündelte TV-Präsenz sollen die Spiele attraktiver vermarktet und die Reichweite maximiert werden. Huwer appelliert an die Verantwortlichen, mutige Schritte zu wagen, um den Sport weiter zu professionalisieren und seine Popularität zu festigen.
Die Diskussion um optimale Übertragungsformate gewinnt angesichts der anstehenden Rechtevergabe zusätzlich an Bedeutung. Experten sehen in Huwers Vorschlag eine Chance, die Frauen-Bundesliga enger an das etablierte Modell der Männer anzugleichen und so langfristig mehr Zuschauer zu binden.



