Infantino verhöhnt Italien: „Vielleicht mit 64 oder 228 Teams“
Die italienische Fußball-Nationalmannschaft hat zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft verpasst. Dieses Mal scheiterte die Squadra Azzurra im Play-off-Finale gegen Bosnien-Herzegowina nach Elfmeterschießen mit 4:1. Obwohl die WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko erstmals mit 48 Teams ausgetragen wird, reichte es nicht für den viermaligen Weltmeister. Nun sorgte Fifa-Präsident Gianni Infantino mit einer spöttischen Bemerkung für Empörung in Italien.
Infantinos umstrittener Vorschlag
Im Interview mit dem brasilianischen Sender „CazéTV“ wurde Infantino auf die erneute WM-Abstinenz Italiens angesprochen. Der 56-jährige Schweizer grinste und sagte: „Vielleicht qualifiziert sich Italien bei einer WM mit 64 Teams – oder wir gehen sogar hoch auf 228 Teams.“ Allerdings ist dies faktisch unmöglich, da die Fifa nur 211 Mitgliedsverbände hat. Die Aussage wurde als direkte Verspottung der italienischen Nationalmannschaft aufgefasst.
Reaktionen aus Italien
Italiens Sportminister Andrea Abodi zeigte sich irritiert über Infantinos Bemerkung. Laut der italienischen Nachrichtenagentur Ansa kündigte er an, ein Gespräch mit dem Fifa-Chef suchen zu wollen. Abodi erklärte: „Angesichts der großen Entfernung zwischen Italien und Mexiko ist ein Telefongespräch zur Klärung der Sachlage, je nach seinen Verpflichtungen, am besten.“ Die italienische Fußballgemeinde reagierte ebenfalls empört auf die Spöttelei des Fifa-Präsidenten.
Hintergrund: Italiens WM-Durststrecke
Italien, viermaliger Weltmeister (1934, 1938, 1982, 2006), hat sich seit 2014 nicht mehr für eine WM-Endrunde qualifiziert. 2018 in Russland und 2022 in Katar war man nicht dabei, und auch für das Turnier 2026 reichte es nicht. Besonders bitter: Die Aufstockung auf 48 Teams hätte die Chancen erhöhen sollen, doch Italien scheiterte in den Play-offs an Bosnien-Herzegowina. Infantinos Aussage trifft daher eine stolze Fußball-Nation mitten ins Herz.



