WM 2026: Iran muss USA nach Spiel verlassen, Tunesien entlässt Trainer
Iran muss USA nach Spiel verlassen, Tunesien entlässt Trainer

Iranische Mannschaft muss USA direkt nach dem Spiel verlassen

Die iranische Nationalmannschaft hat die USA nach Angaben von Trainer Amir Ghalenoei gleich im Anschluss an ihr Auftaktspiel bei der Fußballweltmeisterschaft wieder verlassen müssen. Die Mannschaft habe erwartet, die Nacht in Kalifornien zu verbringen, um den normalen Erholungsprozess nach dem 2:2 gegen Neuseeland optimal nutzen zu können, sagte Ghalenoei am Montag (Ortszeit). Nach dem Spiel sei dem Team jedoch mitgeteilt worden, es müsse sofort ins Flugzeug steigen und nach Mexiko ins 225 Kilometer entfernte Tijuana fliegen.

Ghalenoei sagte, die Zeit zur Erholung sei sehr wichtig für die Spieler. „Wir sollten eigentlich zwei Nächte vor dem Spiel anreisen, heute Nacht hier übernachten, um uns zu erholen, und morgen zur Mittagszeit zurückkehren“, sagte der Trainer. Mannschaftskapitän Mehdi Taremi sagte etwa eine Stunde nach dem Spiel: „Wir müssen Los Angeles sofort verlassen, und das ist nicht gut für uns.“ Der Fußballweltverband FIFA müsse die iranischen Sportler stärker unterstützen.

Tunesien entlässt Trainer noch während der WM – Renard kommt

Der tunesische Fußballverband hat einem Medienbericht zufolge die Trennung von Nationaltrainer Sabri Lamouchi während der laufenden WM vollzogen. Der Franzose Hervé Renard soll als Nachfolger das Nationalteam für das restliche Turnier anführen, zitierte das staatliche Fernsehen den Verbandspräsidenten Moez Nasri. Auch nach dpa-Informationen war das 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden das letzte Spiel als Nationaltrainer für Lamouchi.

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Das tunesische Fernsehen berichtete, dass dieser das Quartier der Nationalmannschaft in Mexiko verlassen habe, nachdem man sich auf die Beendigung des Vertragsverhältnisses geeinigt hatte. Es wird erwartet, dass Renard zeitnah im Teamcamp eintrifft, um die Vorbereitung auf das zweite Spiel gegen Japan am Sonntag (MESZ) zu übernehmen.

Fehlende Stabilität: DFB-Team für Löw noch nicht titelreif

Ex-Bundestrainer Joachim Löw zählt die deutsche Fußball-Nationalmannschaft trotz einer positiven Entwicklung in den vergangenen zwei Jahren nicht zu den ganz großen WM-Favoriten. „Die Mannschaft hat viel Qualität, aber noch nicht die Stabilität, die es braucht, um Titel zu gewinnen“, sagte Löw in der Live-Show „Kroos & Kroos: Die WM unter der Lupe“ auf TikTok.

Für den großen Coup beim XXL-Turnier in Kanada, Mexiko und den USA benötige das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann zudem „Persönlichkeiten, wie wir sie 2014 hatten. Das muss sich in dieser Mannschaft jetzt erst einmal zeigen. Joshua Kimmich allein wird nicht reichen, oder Manuel Neuer. Wir brauchen schon noch ein paar mehr“, sagte Löw und ergänzte: „Dann sind wir vielleicht stark genug.“

Das war die WM-Nacht: Iran verhindert Niederlage

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat in ihrem politisch stark aufgeladenen ersten WM-Spiel einen sportlichen Rückschlag vermieden. Das Team kam nach zweimaligem Rückstand zu einem 2:2 (1:1) gegen Neuseeland. Die Partie stand angesichts des nahenden Rahmenabkommens im Krieg der USA gegen den Iran in einem besonderen Fokus.

Rund um die Partie in Inglewood waren zahlreiche symbolträchtige Fahnen und auch Protestbekundungen zu sehen. „Die Fußballmannschaft der terroristischen Islamischen Republik vertritt nicht die Menschen im Iran“, war auf einem Schild zu lesen. Viele Menschen schwenkten alte iranische Flaggen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution, die ein Protestsymbol der Opposition darstellen.

Uruguay nur 1:1 gegen Saudi-Arabien

Nach Spanien hat auch Uruguay als zweiter Favorit der Gruppe H einen Stotter-Start hingelegt. Der zweimalige Weltmeister musste sich in seinem Auftaktspiel in Miami gegen Saudi-Arabien mit einem 1:1 (0:1) zufriedengeben. Die Kritik an Startrainer Marcelo Bielsa (70) dürfte angesichts der in der ersten Halbzeit schwachen Leistung zunehmen.

Maxi Araujo (80. Minute) rettete mit seinem Ausgleichstreffer der nach dem Seitenwechsel drückend überlegenen La Celeste zumindest einen Punkt. Abdulelah Al-Amri (41.) hatte Saudi-Arabien in Führung gebracht und Hoffnungen auf einen zweiten Coup nach dem Sensations-Sieg bei der WM 2022 gegen den späteren Weltmeister Argentinien gemacht.

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Nach umstrittener Geste: Keine Konsequenzen für Videoschiri

Seine viel diskutierte Handgeste hat für den australischen Schiedsrichter Shaun Evans keine Konsequenzen durch den Weltverband FIFA. Das unabhängige Disziplinarkomitee habe die Angelegenheit geprüft und keinen Beweis für einen Verstoß gegen den FIFA-Disziplinarcode festgestellt, teilte der Weltverband auf dpa-Anfrage mit.

Zuvor hatte Evans den Verdacht zurückgewiesen, mit der Geste während der TV-Übertragung des WM-Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) bewusst eine Botschaft gesendet zu haben. „Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln“, wurde Evans in einer FIFA-Mitteilung zitiert.

Senegal-Coach findet Afrikas WM-Coups wenig überraschend

Für Senegals Trainer Pape Thiaw kommen die guten Ergebnisse afrikanischer Mannschaften in der bisherigen Gruppenphase nicht unerwartet. „Für Sie mag es eine Überraschung sein, für mich nicht“, sagte der 45-Jährige, als er vor der heutigen Partie seiner Mannschaft gegen Frankreich auf die Resultate der Auftaktspiele angesprochen wurde.

„Afrikas Fußball hat sich stark gewandelt“, erklärte Thiaw. Das habe man schon beim Halbfinal-Einzug der Marokkaner bei der WM 2022 in Katar gesehen. Nun seien noch mehr afrikanische Teams dabei. Auch beim Afrika Cup im vergangenen Winter habe man sehen können, „dass das Niveau sehr hoch ist“.

Iran trotzt politischem Druck – 2:2 gegen Neuseeland

Die iranische Fußball-Nationalmannschaft hat in ihrem politisch stark aufgeladenen ersten WM-Spiel einen sportlichen Rückschlag vermieden. Vor dem Hintergrund des Rahmenabkommens im Krieg der USA gegen den Iran kam das Team in Inglewood nach zweimaligem Rückstand zu einem 2:2 (1:1) gegen Neuseeland.

Elijah Just brachte Neuseeland in der 7. und 54. Minute jeweils in Führung – in Phasen, in denen eigentlich die iranische Auswahl die Spielkontrolle übernommen hatte. An den Kräfteverhältnissen auf den Rängen änderte das nichts: Südkalifornien gilt als Heimat der größten iranischen Gemeinschaft außerhalb des Irans, entsprechend groß war die Unterstützung. Der Jubel über die Ausgleichstreffer durch Ramin Rezaeian (32.) und Mohammad Mohebi (64.) war deutlich lauter.

Mexikanische Ente macht WM-Karriere

Eine weiße Ente im mexikanischen Dress mit farblich passenden Söckchen ist in Mexiko-Stadt inzwischen ein kleiner Star dieser Fußball-Weltmeisterschaft. Und auch über den Ort des Eröffnungsspiels hinaus hat Merlin schon Bekanntheit erlangt. „Unsere Ente hat für uns etwas Magisches“, sagte Besitzerin Karla Ivette stolz dem Sender ESPN. Daher der Name: Merlin, der Zauberer.

Und so verzaubert Merlin mit seinem Trikot die Menschen in den Straßen von Mexiko-Stadt, wenn er sehr entspannt und quakend über Zebrastreifen oder inmitten der Fanmassen umher watschelt. So war es nach dem Auftaktsieg von „El Tri“ gegen Südafrika (2:0) zu beobachten.

Laute Pfiffe während iranischer Nationalhymne

Während des Abspielens der iranischen Nationalhymne unmittelbar vor dem Anstoß des WM-Spiels gegen Neuseeland sind im Stadion laute Pfiffe zu hören gewesen. Die iranische Mannschaft stand geschlossen im Mittelkreis, die Spieler hielten sich jeweils die Hand auf die Brust. Wegen des Iran-Kriegs ist die Partie in Inglewood politisch stark aufgeladen, vor dem Stadion hatte es Protestbekundungen gegeben.

„Die Fußballmannschaft der terroristischen Islamischen Republik vertritt nicht die Menschen im Iran“, war auf einem Schild vor der Arena zu lesen. Viele Menschen schwenkten – dann auch im Stadion – alte iranische Flaggen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution. Die Stimmung war in Inglewood nahe Los Angeles friedlich, wie ein dpa-Reporter beobachtete.

1:1 gegen Saudi-Arabien: Uruguay mit Stotter-Start bei WM

Nach Spanien hat auch Uruguay als zweiter Favorit der Gruppe H einen Stotter-Start in die Fußball-WM hingelegt. Der zweimalige Weltmeister musste sich in seinem Auftaktspiel in Miami gegen Saudi-Arabien mit einem 1:1 (0:1) zufriedengeben.

Maxi Araujo (80. Minute) rettete mit seinem Ausgleichstreffer der nach dem Seitenwechsel drückend überlegenen La Celeste zumindest einen Punkt. Die Kritik an Startrainer Marcelo Bielsa (70) dürfte angesichts der vor allem in der ersten Halbzeit schwachen Leistung dennoch zunehmen.

Abdulelah Al-Amri (41.) hatte Saudi-Arabien in Führung gebracht und Hoffnungen auf einen zweiten Coup nach dem Sensations-Sieg bei der WM 2022 gegen den späteren Weltmeister Argentinien gemacht. Mit dem Remis ist für das Team des griechischen Trainers Georgios Donis nach dem ersten Spieltag noch alles möglich. Zuvor hatte Spanien gegen Außenseiter Kap Verde nur 0:0 gespielt.

Protestbekundungen vor erstem WM-Spiel des Iran

Kurz vor dem politisch aufgeladenen WM-Spiel der iranischen Nationalmannschaft gegen Neuseeland in den USA waren rund um das Stadion zahlreiche symbolträchtige Fahnen und auch Protestbekundungen zu sehen. „Die Fußballmannschaft der terroristischen Islamischen Republik vertritt nicht die Menschen im Iran“, war auf einem Schild zu lesen.

Viele Menschen schwenkten alte iranische Flaggen aus der Zeit vor der Islamischen Revolution. Die Stimmung war knapp zwei Stunden vor Anpfiff in Inglewood nahe Los Angeles friedlich, wie ein dpa-Reporter beobachtete.

Nach umstrittener Geste: Videoschiri beteuert Unschuld

Der australische Schiedsrichter Shaun Evans hat den Verdacht einer umstrittenen Handgeste während der TV-Übertragung des WM-Spiels zwischen Deutschland und Curaçao (7:1) energisch zurückgewiesen. „Ich möchte klarstellen, dass ich weder absichtlich eine Handgeste noch ein Symbol verwendet habe, um irgendeine Botschaft, Zugehörigkeit, ein Spiel oder eine Überzeugung zu vermitteln“, wurde Evans in einer Mitteilung des Fußball-Weltverbandes FIFA zitiert.

Der 38 Jahre alte Unparteiische war vor dem Anpfiff der Partie am Sonntag in Houston kurz im Video-Schiedsrichterraum mit seinen Kollegen gezeigt worden. In der Sequenz, die einige Sekunden dauerte, formte er mit dem Daumen und Zeigefinger einen Kreis und streckte die übrigen Finger aus. In sozialen Netzwerken wurde danach spekuliert, ob Evans ein Zeichen gemacht habe, das von rechtsextremen Gruppen als Symbol für „White Power“ verwendet wird.

Evans wies dies strikt zurück. „Natürlich verstehe ich, wie die Geste interpretiert wurde, und ich bedaure dies. Dennoch möchte ich unmissverständlich und kategorisch erklären, dass ich das besagte Handsymbol weder wissentlich noch absichtlich gezeigt habe“, sagte er. Die Berichterstattung im Anschluss an diesen Vorfall spiegele „einfach nicht wider, wer ich bin“.

Dank Torwart Courtois: Belgien rettet Punkt gegen Ägypten

Fußball-Star Kevin de Bruyne und seine Belgier haben einen Fehlstart mit viel Mühe abgewendet und Ägypten den ersten Sieg der WM-Geschichte verdorben. Das Team um den langjährigen Weltklasse-Profi holte in Seattle nach Rückstand noch ein 1:1 (0:1) und steht im zweiten Spiel gegen den Iran schon unter Druck.

Die Ägypter mit dem scheidenden Liverpool-Profi Mohamed Salah und dem Ex-Frankfurter Omar Marmoush verpassten zwar den historischen Erfolg, haben vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Neuseeland aber beste Aussichten aufs Weiterkommen.

Emam Ashour (19. Minute) traf vor 66.775 Zuschauern in der Mittagshitze zur Führung der Nordafrikaner. Der Ausgleich fiel durch ein Eigentor von Mohamed Hany (66.), der massiv vom unmittelbar zuvor eingewechselten Romelu Lukaku in der Mitte bedrängt wurde.

Nur 0:0: Kap Verde schockt Spanien bei Yamal-Comeback

Yamal zurück, aber Spaniens Angriff bleibt blass: Kap Verdes Keeper wächst über sich hinaus, während die Fans im Stadion die Show übernehmen. Was bedeutet das Remis für den WM-Favoriten? Blamage beim Comeback von Lamine Yamal: Favorit Spanien hat die erste große WM-Überraschung hinnehmen müssen und ist mit einem 0:0 gegen Außenseiter Kap Verde ins Turnier gestolpert. Vor 67.640 Fans war der Europameister in Atlanta zwar überlegen, doch vor dem Tor fast komplett harmlos. Auch der lange verletzte und spät eingewechselte Jungstar Yamal traf nicht. Vor vier Jahren war Spanien noch mit einem 7:0 gegen Costa Rica in die WM gestartet. Spanien ging zwar als einer der großen Favoriten, aber eben auch mit einigen schwachen Statistiken ins erste Spiel. Seit dem Titel 2010 ist das Team nie über das Achtelfinale hinausgekommen. Noch schlimmer sieht die Eröffnungsbilanz aus: Von 16 Auftaktspielen bei einer Fußball-WM gewannen die Spanier nur fünf.

„Gekratzt oder gebissen“: Blutendes Ohr bei Schweden-Trainer

Ob der Jubel über die 5:1-Gala zum WM-Start gegen Tunesien zu heftig ausfiel? Auf jeden Fall war bei Schwedens Fußball-Nationaltrainer Graham Potter hinterher eine blutende Wunde am rechten Ohr zu erkennen. „Ich weiß nicht, was passiert ist“, sagte der 51 Jahre alte Engländer dazu laut schwedischen Medien und ergänzte scherzhaft: „Jemand hat mich gekratzt. Oder gebissen. Ich muss mir die Videoaufnahmen ansehen.“

Potter hatte schon vor dem ersten Spiel für Aufsehen gesorgt, als er bei einem Training in Dallas mit einem Cowboy-Hut erschien. „Da ist ein neuer Sheriff in der Stadt“, schrieb der schwedische Verband zu einem entsprechenden Video auf der Plattform X. Das hatte der Coach, der das Team erst im Oktober des Vorjahres übernommen hatte, im Falle einer WM-Qualifikation angekündigt.

Das bringt der morgige WM-Tag: Start für Topfavorit und heikler Auftritt in Los Angeles

Am sechsten Tag der Fußball-Weltmeisterschaft steigen auch Kylian Mbappé und seine Kollegen ins Turnier ein. Topfavorit Frankreich bestreitet in Gruppe I sein erstes Spiel. Im Fokus steht aber auch die erste Partie des Iran inmitten der politischen Turbulenzen mit den USA. Insgesamt stehen am Dienstag drei Spiele auf dem Programm.

  • 0 Uhr, Saudi-Arabien – Uruguay (ZDF und MagentaTV): Einen Tag nach Europameister Spanien bestreiten auch Saudi-Arabien und Uruguay ihr erstes Spiel in der Gruppe H. Der zweimalige Weltmeister aus Südamerika trifft in Miami auf einen Favoritenschreck: Vor vier Jahren in Katar düpierte Saudi-Arabien im Auftaktspiel den späteren Titelträger Argentinien mit einem 2:1.
  • 3 Uhr, Iran – Neuseeland (ZDF und MagentaTV): Trotz der Übereinkunft zwischen den USA und dem Iran über ein Ende des Krieges birgt der erste Auftritt des Teams von Trainer Amir Ghalenoei politische Brisanz. Nachdem der Iran sein Trainingscamp aus den USA nach Mexiko verlagern musste, spielt die Mannschaft um Kapitän Mehdi Taremi in Inglewood bei Los Angeles gegen Neuseeland. Ungeachtet der Turbulenzen wollen die „Kiwis“ in Gruppe G bei ihrer dritten WM-Teilnahme erstmals einen Sieg feiern.
  • 21 Uhr, Frankreich – Senegal (MagentaTV): Der große Turnierfavorit startet in Gruppe I in New York gegen den Senegal. Mit dem Trio Kylian Mbappé von Real Madrid, Ousmane Dembélé von Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain und Michael Olise vom FC Bayern München scheint ein Offensivspektakel programmiert. Zur WM-Generalprobe gab es jüngst ein 3:1 gegen Nordirland.

Wende bei WM: Irans Profis dürfen in den USA übernachten

Die iranischen Fußballer dürfen bei der WM in Amerika doch in den USA übernachten. Dies bestätigte der iranische Verband am Tag der Auftaktpartie gegen Neuseeland der Nachrichtenagentur dpa. Ursprünglich war geplant, dass das Team um Angreifer Mehdi Taremi erst am Spieltag in die USA reist und direkt nach dem Spiel wieder ins Teamquartier ins mexikanische Tijuana zurückreist.

Doch die Mannschaft flog bereits am Vortag geschlossen nach Inglewood in den USA, wo am Dienstag (3 Uhr MESZ) das erste WM-Spiel gegen Neuseeland steigt. Der iranische Verband verbreitete Fotos seiner Fußballer beim Aussteigen aus einem Flugzeug. Infolge des Krieges und der politischen Spannungen mit den USA hatte Iran sein WM-Quartier aus Arizona nach Mexiko verlegt.

Das zweite Vorrundenspiel gegen Belgien findet ebenfalls in Inglewood statt, bevor der Gruppenabschluss in Seattle gegen Ägypten steigt. Auch für diese Partien sollen Irans Profis am Vortag in den Spielort reisen. Eine brisante Konstellation ist im Sechzehntelfinale möglich: Werden der Iran und die USA jeweils Gruppenzweiter, käme es im texanischen Arlington zum direkten Duell.

Zlatan Ibrahimovic verpasst Schweden-Gala für Käfigkampf

Käfigkampf vor dem Weißen Haus statt Schwedens WM-Auftaktgala in Monterrey: Fußball-Ikone Zlatan Ibrahimovic hat mit seinem Verhalten mal wieder für Schlagzeilen in der Heimat gesorgt. „Zlatan lässt Schweden links liegen – und taucht bei UFC-Event auf“, schrieb die schwedische Zeitung „Expressen“.

Das war passiert: Der Rekordtorschütze der schwedischen Nationalmannschaft wohnte dem umstrittenen Kampfsportspektakel der Profiliga Ultimate Fighting Championship (UFC) direkt vor dem Weißen Haus als Zuschauer bei. Auch US-Präsident Donald Trump verfolgte das Event am Abend seines 80. Geburtstags. Die 5:1-Gala der Schweden gegen Tunesien im mexikanischen Monterrey konnte sich Ex-Profi Ibrahimovic, der während der WM als Experte des Senders Fox arbeitet, so live vor Ort nicht anschauen.

Innerhalb des Teams kam das scheinbar nicht so gut an. „Er hätte unser Spiel priorisieren müssen“, zitierte „Expressen“ den Mittelfeldspieler Jesper Karlström. Teamkollege Anthony Elanga meinte: „Er kann tun, was immer er will. Wir sind alle glücklich, dass wir gewonnen haben und werden uns hoffentlich auf die nächsten Wochen fokussieren können.“

Doch Ibrahimovic hat es noch nie gekümmert, was andere über ihn denken. Er hatte seinen Spaß beim Käfigkampf. „Ich meine, das ist etwas, das ich niemals erwartet hätte. Aber es ist einfach großartig“, sagte er in einem von der UFC in den sozialen Medien veröffentlichten Video.

Tunesiens Trainer nach WM-Auftaktpleite vor dem Rauswurf

Schnelles Aus nach derber Pleite? Nur einen Tag nach dem 1:5 im WM-Auftaktspiel in Monterrey gegen Schweden steht Tunesiens Nationaltrainer vor dem Rauswurf. Nach dpa-Informationen war das erste Spiel bei der Fußball-Weltmeisterschaft wohl schon das letzte für Sabri Lamouchi. Die Entscheidung soll auf einer Dringlichkeitssitzung der Verbandsspitze getroffen worden sein. Nachfolger soll demnach Mondher Kbaier werden, der bereits in Mexiko weilt.

Das Team um die Bundesliga-Profis Rani Khedira (1. FC Union) und Ellyes Skhiri (Eintracht Frankfurt) war gegen Schweden weitgehend chancenlos geblieben. Im mexikanischen Monterrey erzielten Yasin Ayari in der 7. Minute und in der Nachspielzeit (90.+6), Alexander Isak (30.), Viktor Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg die Tore für die Skandinavier. Omar Rekik traf für Tunesien (43.).

Die herbe Niederlage war offenkundig zu viel für den 54 Jahre alten Lamouchi. Seit seiner Verpflichtung als Nationaltrainer Tunesiens im Januar dieses Jahres hatte es nur einen Sieg (1:0 gegen Haiti) gegeben. In der Vorbereitung auf die WM verlor das Team des früheren französischen Nationalspielers mit 0:1 gegen Österreich sowie bei der Generalprobe mit 0:5 gegen Belgien.

Mit Katy Perry beim US-Spiel statt beim Kanada-Auftakt: Ex-Premier Trudeau rechtfertigt sich mit „Boyfriend-Pflicht“

Kanadas Ex-Premierminister Justin Trudeau (54) fehlte bei Kanadas WM-Auftaktspiel im Stadion und hat sich nun gegen die massive Kritik daran gewehrt. „Manchmal rufen halt die Pflichten als unterstützender Boyfriend“, schrieb er am Sonntag (Ortszeit) auf der Plattform X. Trudeau hatte seine Partnerin, US-Popstar Katy Perry (41) am Freitag zum Spiel der USA gegen Paraguay (4:1) in Los Angeles begleitet, wo diese bei der Eröffnungszeremonie auftrat.

„Aber ihr wisst ja, wem ich den Pokal gönne“, schrieb Trudeau, begleitet von einem Emoji der kanadischen Flagge. Kanada hatte ebenfalls am Freitag in Toronto seine erste WM-Partie gegen Bosnien-Herzegowina gespielt (1:1).

Sängerin Perry spielte in einem Post auf Instagram ebenfalls auf die Zwickmühle ihres Partners an. Auf ihrem silbernen, paillettenbesetzten Kleid trug sie in einem Video eine Anstecknadel mit der kanadischen und der US-amerikanischen Flagge. „Das ist nicht nur eine Anstecknadel, sondern ein Lebensstil“, sagte die Sängerin in dem Video.

Perry und Trudeau hatten ihre Beziehung im vergangenen Jahr öffentlich gemacht. Der ehemalige kanadische Premierminister hatte 2023 die Trennung von Sophie Grégoire nach rund 18 Jahren Ehe bekanntgegeben. Sie haben drei gemeinsame Kinder. Perry war zuvor mit dem britischen Schauspieler Orlando Bloom zusammen gewesen und hat eine Tochter mit ihm.

FC Bayern einig mit WM-Star? Vertrag bis 2031 im Gespräch

Der FC Bayern München steht laut Spekulationen kurz vor einer Verpflichtung von Marokkos WM-Star Ismael Saibari. Laut „Bild“, Sky und Transferexperte Fabrizio Romano hat der deutsche Fußball-Rekordmeister eine Einigung mit der PSV Eindhoven erzielt. Im Gespräch ist eine Ablöse von rund 55 Millionen Euro. Demnach kann der Wechsel nun vollzogen werden. Der Mittelfeldspieler selbst soll sich zuvor schon mit den Münchnern über einen künftigen Vertrag bis 2031 geeinigt haben.

Saibari war bei der Fußball-Weltmeisterschaft durch seinen Treffer gegen Brasilien (1:1) in den internationalen Fokus gerückt. Die Münchner sollen bereits vor einiger Zeit ihr Interesse signalisiert haben. Um den Transfer zeitnah zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen, soll der Medizincheck wohl noch während der WM in Nordamerika stattfinden. Bayern-Arzt Jochen Hahne ist momentan als Arzt der deutschen Nationalmannschaft ohnehin in den Staaten und könnte die Saibari-Untersuchung vor Ort übernehmen.

Saibari hatte maßgeblichen Anteil am dritten Meistertitel der PSV in Serie, der 25-Jährige wurde auch zum Spieler des Jahres der Eredivisie gewählt. 2025 gewann er mit Marokko die Afrikameisterschaft. Sein Vertrag in Eindhoven ist bis Mitte 2029 gültig.

Klopp mit Entschuldigung an Nagelsmann: Hätte mir „aufs Maul hauen können“

Jürgen Klopp hat sich nach dem ungefährdeten Auftakterfolg bei der Weltmeisterschaft bei Bundestrainer Julian Nagelsmann für seine Aussage als TV-Experte entschuldigt. „Ich hätte mir dafür aufs Maul hauen können, aber das war schon zu spät und ich war im Fernsehen. Das ist flapsig rausgerutscht“, sagte Klopp nach dem 7:1 gegen Curaçao bei Magenta TV.

Der frühere Weltklasse-Trainer hatte gemeinsam mit Thomas Müller beim WM-Eröffnungsspiel für Aufsehen gesorgt. Als es um die deutsche Aufstellung gegen Curaçao gegangen war, meinte Klopp: „Zum Glück stellt Julian Nagelsmann die Mannschaft auf“ – und schob dann ein „noch“ hinterher. Dies sei nun sein „Unwort des Jahres“, meinte Klopp.

„Das hat gar keine Relevanz. Da hoffe ich, dass das alle da draußen verstehen“, sagte Klopp in Richtung Nagelsmann, der ihm zuhörte und lächelte. Die beiden Fachmänner seien auf Nagelsmanns Seite, betonte Klopp. Anschließend klatschten sich die beiden ab und Nagelsmann verließ die Interviewsituation.

Der Bundestrainer hatte bereits vor dem Anpfiff Gelassenheit demonstriert. „Am Ende ist es mein Job jetzt, die Mannschaft so einzustellen, dass wir ein gutes Turnier spielen. Und wir dann auch in der Lage sind, nach der WM weiterhin gute Spiele zu machen“, hatte Nagelsmann in der ARD erklärt.

Uninteressante Spiele wegen XXL-WM? Verbände wehren sich

Fußballverbände aus Afrika, Asien und der Karibik haben Kritik von UEFA-Präsident Aleksandar Ceferin an der Weltmeisterschaft mit 48 Nationen wegen „uninteressanter Spiele“ zurückgewiesen.

„Für unsere Länder ist kein WM-Spiel bedeutungslos“, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Senegal, Kap Verde, Curaçao, Usbekistan, Haiti und der Demokratischen Republik Kongo sowie deren Unterstützer Algerien, Tunesien, Marokko, Ägypten, Ghana, Elfenbeinküste und Südafrika.

Damit reagierten die WM-Teilnehmer auf Aussagen von Ceferin. Der Slowene hatte jüngst auf einer Pressekonferenz in Ljubljana erklärt, dass die Ausweitung der WM auf 48 Teilnehmer dem Fußball nicht guttue, weil „viele Spiele völlig uninteressant“ seien.

Starke TV-Quote beim deutschen WM-Auftaktsieg

Das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft bei der Fußball-WM hat der ARD eine starke Quote beschert. Das 7:1 des Teams von Bundestrainer Julian Nagelsmann gegen Curaçao verfolgten laut AGF Videoforschung im Schnitt 23,427 Millionen Menschen im Ersten. Der Marktanteil lag bei 70,2 Prozent.

Parallel zu dem öffentlich-rechtlichen Sender übertrug auch MagentaTV das Spiel in Houston. Die Telekom veröffentlicht für ihren Streamingdienst keine Einschaltquoten.

Schon für den einstündigen Vorlauf am Sonntagabend hatten 11,476 Millionen Interessierte die ARD eingeschaltet. Sie sorgten für einen Marktanteil von 48,1 Prozent.

Damit setzte sich der gute Quoten-Trend seit Beginn der Weltmeisterschaft in Mexiko, den USA und Kanada fort. Bereits das Interesse am Eröffnungsspiel am Donnerstagabend war groß. Im Schnitt hatten 10,038 Millionen Zuschauer im ZDF die Partie von Co-Gastgeber Mexiko gegen Südafrika (2:0) gesehen. Das entsprach einem Marktanteil von 46,5 Prozent.

Auch am Freitag und am Samstag hatten die ARD und das ZDF mit ihren Übertragungen um die sieben Millionen Menschen und mehr erreicht.

Isak und Gyökeres treffen: Schweden deklassiert Tunesien

Mit Spielfreude und einem überzeugenden Sieg gegen Tunesien ist Schweden auf die WM-Bühne zurückgekehrt. Die Mannschaft um die Star-Stürmer Viktor Gyökeres vom FC Arsenal und Liverpools Alexander Isak bezwang die Nordafrikaner verdient mit 5:1 (2:1).

Im mexikanischen Monterrey erzielten Yasin Ayari in der 7. Minute und in der Nachspielzeit (90.+6), Isak (30.), Gyökeres (59.) und Mattias Svanberg in der Schlussphase die Tore für die Skandinavier. Sie waren 2018 in Russland letztmals bei einer Weltmeisterschafts-Endrunde dabei. Omar Rekik traf für Tunesien (43.).

Niederlande zum Auftakt nur Remis

Trotz zweimaliger Führung reichte es für die Niederlande zum WM-Auftakt nicht zu einem Sieg. Die Oranje-Auswahl musste sich gegen Japan mit einem 2:2 (0:0) begnügen. Kapitän Virgil van Dijk (50. Minute) und Crysencio Summerville (64.) trafen für das Team von Bondscoach Ronald Koeman. Keito Nakamura (57.) und der Ex-Frankfurter Daichi Kamada (89.) glichen zweimal aus.

„Leider haben wir heute nicht gewonnen, aber das werden wir im nächsten Spiel nachholen“, versprach Abwehrchef van Dijk. In ihrer zweiten Vorrundenbegegnung in der Gruppe F treffen die Niederländer am kommenden Samstag auf Schweden. Japan bekommt es mit Tunesien zu tun.