Italien bestätigt Gespräche mit Pep Guardiola als Nationaltrainer
Italien bestätigt Guardiola-Gespräche

Italiens Fußballverband hat offiziell bestätigt, dass Gespräche mit Star-Trainer Pep Guardiola über eine mögliche Übernahme der Nationalmannschaft stattfinden. Verbandschef Giovanni Malagò erklärte in einem italienischen Fußball-Podcast, es sei richtig und wichtig gewesen, den Dialog mit dem 55-jährigen Spanier zu eröffnen und aufrechtzuerhalten. Guardiola, der erst vor wenigen Wochen sein zehnjähriges Engagement bei Manchester City beendet hat, wollte eigentlich eine Pause einlegen. Doch die Aussicht auf die Europameisterschaft 2028 in Großbritannien sowie die Weltmeisterschaft 2030, die unter anderem in seiner Heimat Spanien ausgetragen wird, könnten für Guardiola reizvoll sein.

Budgetäre Herausforderungen und Ausnahmen

Malagò räumte ein, dass eine Verpflichtung Guardiolas finanzielle und budgetäre Aspekte betreffe. „Kurz- bis mittelfristig zu sagen, wir müssten den Gürtel enger schnallen, ist noch untertrieben“, sagte er. Allerdings seien Ausnahmen denkbar, die möglicherweise den derzeit so dominanten Namen Guardiola betreffen. Der Verband scheint bereit, für den Star-Trainer eine große budgetäre Ausnahme zu machen. Guardiola gilt als einer der teuersten und erfolgreichsten Trainer der Welt, was die finanziellen Hürden erklärt.

Hintergrund: Italiens Nationalmannschaft in der Krise

Italien hat zum dritten Mal in Folge die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft verpasst, was zu weitreichenden personellen Konsequenzen führte. Auswahlcoach Gennaro Gattuso, Teambetreuer Gianluigi Buffon und Verbandschef Gabriele Gravina mussten ihre Posten räumen. Der neue Präsident Giovanni Malagò überredete kürzlich den früheren Starspieler Paolo Maldini, das Amt des Technischen Direktors zu übernehmen. Maldinis wichtigste Aufgabe ist es, einen neuen Cheftrainer für die Nationalmannschaft zu finden.

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Berichte über Guardiola-Kontakte

Bereits am Montag hatte der Sender Sky berichtet, dass Verantwortliche um Paolo Maldini für mehrere Tage in Barcelona gewesen seien, um Guardiola von einem Engagement als Cheftrainer des viermaligen Weltmeisters zu überzeugen. Der Verbandschef bestätigte nun diese Gespräche, ohne jedoch bereits eine Einigung zu verkünden. „Das ist noch nicht sicher“, betonte Malagò, ließ aber durchblicken, dass der Dialog fortgesetzt wird. Die Verhandlungen sind demnach noch offen.

Guardiolas Karriere und mögliche Motivation

Pep Guardiola hat in seiner Karriere zahlreiche Titel mit dem FC Barcelona, dem FC Bayern München und Manchester City gewonnen. Sein Vertrag bei City lief im Sommer 2025 aus. Nach einer intensiven Zeit in England strebte er zunächst eine Auszeit an. Doch die Chance, Italien als Nationaltrainer zu übernehmen und bei der EM 2028 in Großbritannien sowie der WM 2030 in Spanien, Marokko und Portugal zu coachen, könnte ihn umstimmen. Die italienische Nationalmannschaft, die zuletzt tief gefallen ist, böte ihm eine neue Herausforderung.

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