Dynamo Dresdens Neuzugang Kaan Inanoglu (20) ist ein echtes Multi-Talent. Der Jung-Stürmer, der in Dallas (Texas) geboren und aufgewachsen ist, hat türkische Wurzeln und nun Deutschland als dritte Heimat. Mit 17 Jahren kam er allein nach Deutschland, um Fußball-Profi zu werden. Über den MSV Duisburg führte sein Weg zu Eintracht Frankfurt, wo er zuletzt im U23-Team in der Regionalliga spielte. Nun wagte er den Sprung nach Dresden in die 2. Liga.
Der Weg nach Dresden
„Die Art und Weise, wie hier Fußball gespielt wird, die Qualität der Nachwuchsleistungszentren haben mich angezogen“, erklärte Inanoglu im Ösi-Camp. Er ist überzeugt, dass der richtige Zeitpunkt für den Sprung in die 2. Liga gekommen ist: „Ich traue mir die 2. Liga zu, bin bereit und habe richtig Bock.“ Seine frühe Selbstständigkeit sieht er als Vorteil: „Am Anfang war es sehr schwer. Aber für meine Persönlichkeitsentwicklung enorm wichtig. Jetzt bin ich komplett selbstständig, kann mich voll auf den Fußball konzentrieren. Ich fühle mich wie ein 25-Jähriger.“
Musik als Ausgleich
Neben dem Fußball spielt Musik eine große Rolle in Inanoglus Leben. „Ich kann Klavier und Gitarre spielen, habe ein eigenes DJ-Board“, verriet er. „Das habe ich mir alles selber beigebracht. Als Fußball-Profi hast du viel Zeit. Und ich wollte nicht nur am Handy hängen und TV-Serien gucken.“ Beim Testspiel gegen Kassel durfte er bereits als Kabinen-DJ auflegen. „Die Jungs haben gesagt, dass es ganz gut war“, lachte er. „Vielleicht bekomme ich ja den Job.“
Stärken auf dem Platz
Inanoglu sieht sich am besten im Sturm-Zentrum, ist aber flexibel einsetzbar. Im Test gegen den Grazer AK legte er ein Tor für Niklas Hauptmann auf. „Ich weiß als Stürmer, wie wichtig es ist, mit Vorlagen gefüttert zu werden. Es ist egal, wer die Tore macht und vorbereitet. Wichtig ist der Erfolg. Wir sind ein Team und wollen immer die drei Punkte.“ Seine quirlige und wendige Spielweise unterscheidet ihn von den Sturm-Kollegen Vermeij und Daferner – eine perfekte Ergänzung.
Sportliche Vielseitigkeit
Aufgewachsen in Dallas, verfolgt er auch andere Sportarten: „Ich war öfter bei den Basketballern der Mavericks, habe sogar einmal Dirk Nowitzki live gesehen. Da war ich allerdings noch sehr klein.“ Auch Tennis, Golf und American Football schaut er gerne. „Allerdings ist es gerade schwer, ein Fan von den Dallas Cowboys zu sein. Es läuft einfach nicht gut bei denen.“
Inanoglu ist in Dresden bereits angekommen: „Mannschaft, Fans und Stadt sind toll. Ich wurde super aufgenommen, fühle mich richtig wohl hier.“ Mit seinem Optimismus, seiner Fröhlichkeit und seinem unbändigen Willen bereichert er nicht nur das Team auf dem Platz, sondern auch in der Kabine.



